Jubiläum mit dem Superstar

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Kampf um Speed-Tickets: Vorletzte Ausfahrt St. Anton

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Nach vier Wochen Pause folgen in St. Anton und Cortina d'Ampezzo gleich zwei Speed-Wochenenden nacheinander.

Es sind für die alpinen Ski-Damen zugleich die letzten Rennen in den schnellen Disziplinen vor den Weltmeisterschaften in Schladming.

Elisabeth Görgl, Anna Fenninger und Co. jagen dem ersten Sieg in Abfahrt oder Super-G in diesem Winter noch hinterher, die US-Amerikanerin Lindsey Vonn steht vor ihrem Comeback.

Sie gewann 2007 in St. Anton mit Abfahrt und Super-Kombination beide Bewerbe.

Vonn in St. Anton ungeschlagen

Mehr als fünf Jahre ist es also her, seit die Damen das bisher letzte Mal die Karl-Schranz-Piste im Rahmen des Weltcups in Angriff genommen haben.

Vonn war auf jener Strecke, die im sogenannten Eisfall eine maximale Neigung von 78 Prozent aufweist, nicht zu schlagen, sie siegte in der Abfahrt vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek und Landsfrau Julia Mancuso, unmittelbar hinter der bereits zurückgetretenen Maria Holaus wurde Nicole Hosp Sechste.

"Es ist sehr schwierig, sehr technisch, aber das ist eh etwas, das mir liegt", blickt Hosp mit Zuversicht auf den Arlberg.

Kampf um die WM-Tickets

Einzige Speed-Siegerinnen in diesem Winter waren Lindsey Vonn (beide Abfahrten in Lake Louise, Super-G in Lake Louise und in St. Moritz) und die Schweizerin Lara Gut (Abfahrt in Val d'Isere), das einzige ÖSV-Podest holte Fenninger als Super-G-Dritte in Kanada.

Im Kampf um die WM-Tickets ist deshalb auch noch alles offen, die Steirerin Görgl hat als Titelverteidigerin in beiden Speedevents ihren Startplatz sicher und einen zusätzlichen für Rot-Weiß-Rot herausgeholt.

Mit Top-Ten-Ergebnissen waren die Österreicherinnen im WM-Winter aber ebenso wenig gesegnet wie mit guten Bedingungen.

Zeigen, was sie können

"Leider hatten wir heuer noch kein richtiges Abfahrtswetter", hatte ÖSV-Damen-Cheftrainer Herbert Mandl in Val d'Isere, wo der Super-G wegen Neuschnees abgesagt worden war, gesagt.

Die guten Fortschritte vom Training konnten nicht gezeigt werden, weil die Rennen nicht fair waren, meinte er.

Fischbacher braucht Erfolgserlebnis

Im Super-G kamen zum dritten Rang Fenningers ein achter durch Stefanie Köhle, ein neunter durch Stefanie Moser und ein zehnter durch Regina Sterz.

Noch nicht angeschrieben hat Hosp, auch Whistler-Olympiasiegerin Andrea Fischbacher wartet nach harten Zeiten noch, dass ihr der entscheidende Schritt nach vorne gelingt.

In der Abfahrt war Fenninger Fünfte und Achte, Moser einmal Fünfte, Sterz einmal Zwölfte.

"Kann es nicht erwarten"

In anderen Sphären ist freilich Vonn unterwegs, auch wenn ihr letzter Speed-Auftritt mit einem Sturz in der Abfahrt in Val d'Isere endete.

Nach den Frankreich-Rennen reiste die 28-Jährige in die USA heim, kehrte vergangene Woche zum Training nach Österreich zurück und hinterließ via Twitter positive Botschaften.

"Ich bin so glücklich, wieder auf Schnee zu sein. Ich kann es nicht erwarten, endlich wieder Rennen zu fahren", zwitscherte Vonn, deren definitive Start-Bestätigung für St. Anton nur noch als Formsache gilt.

Sonderzüge für Ski-Fans

Groß ist die Freude natürlich auch bei den Organisatoren in St . Anton, steht der diesjährige Weltcup doch ganz im Zeichen des 85. Jubiläums der ersten Arlberg-Kandahar-Rennen.

Und da darf der Superstar der Szene natürlich nicht fehlen.

Für Fans führt die ÖBB zwischen Innsbruck und Bregenz Sonderzüge, die für Weltcup-Ticket-Besitzer kostenfrei sind.

Nach den Plusgraden der vergangenen Tage sollen die Temperaturen ab Donnerstag zumindest nachts wieder in den Minusbereich sinken, Niederschlag ist nach derzeitiger Prognose an allen Trainings- und Renntagen möglich.

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