Lindsey Vonn feiert schon wieder mit "Te-Bowing"

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Auf eine etwas andere Art hat sich Ski-Star Lindsey Vonn für ihren historischen ersten Heimsieg auf US-Boden bedankt.

Unmittelbar vor der Siegerehrung des Super-G kniete die 27-Jährige am Mittwoch zum sogenannten "Tebowing" nieder.

Erfunden hat diese Art zu beten der tief gläubige Quarterback des lokalen Football-Teams Denver Broncos, Tim Tebow, mit dem Vonn eine Affäre nachgesagt wird.

Als sie in die Knie ging, grinste die US-Amerikanerin schelmisch in die zahlreichen Kameras.

"Bin glücklich und dankbar"

Also alles nur Show? Vonn hatte sich selbst versprochen zu beten, sollte ihr erstmals ein Sieg in den USA gelingen.

"Zuhause zu gewinnen, war immer ein Traum von mir. Ich bin extrem glücklich und dankbar", erklärte die Skirennläuferin, die mit den Tebows eng befreundet ist und heuer auch schon ein Broncos-Match besucht hat.

In Beaver Ceek wurde sie von Tebows Bruder Robby angefeuert.

Viele US-Siege in diesem Winter

Vonns Triumph war der sechste US-Erfolg der am Donnerstag mit dem Herrenslalom in Beaver Creek zu Ende gehenden Nordamerika-Tournee 2011.

Durch die Absage in Val d'Isere fanden heuer gleich 13 Rennen in Übersee statt.

Nach zwölf hatten die US-Amerikaner sechs und damit die Hälfte aller Rennen auf nordamerikanischem Schnee gewonnen, zudem hatten sich Vonn und Ligety schon in den Auftakt-Riesentorläufen in Sölden durchgesetzt.

Vonn räumt fast alles ab

Acht US-Siege in bis Mittwoch 14 Saisonrennen, sprechen eine eindeutige Sprache.

Herausragend war dabei Vonn alleine mit ihrem RTL-Triumph in Sölden sowie den vier Siegen in Nordamerika (3 Lake Louise, 1 Beaver Creek).

Die übrigen Erfolge in den USA steuerten Bode Miller in der Abfahrt sowie Ligety im zweiten Beaver-Creek-Riesentorlauf bei.

"Gefährlich wie zwei Teller Spätzle"

Kein Wunder, dass das Wall Street Journal am Mittwoch eine Riesen-Skistory brachte, die mit der Frage betitelt war: "Sind die USA das neue Österreich?"

"Seltsame Dinge gehen in den schneebedeckten Bergen Europas und Nordamerikas vor sich. Eine Hand voll US-Skifahrer ist dabei, den österreichischen Nationalsport zu übernehmen", heißt es in der Geschichte.

Mit den Olympia-Erfolgen in Vancouver und den aktuellen Leistungen lasse man die Österreicher, immer noch die regierende Superpower im Skirennsport, so gefährlich aussehen wie zwei Teller Spätzle.

US-Erfolge mit rot-weiß-rotem Anstrich

Als besonders erfreulich wird erwähnt, dass in den USA nun auch abseits der Siegertypen wie Vonn, Miller, Ligety und Julia Mancuso mit Nolan Kasper oder der erst 16-jährigen Michaela Shiffrin auch im Nachwuchs einiges nachkomme, heißt es.

Alpinchef des US-Skiverbandes ist seit diesem Jahr der Österreicher Patrick Riml.

Auch im Betreuerstab von Damen und Herren sind zahlreiche Trainer mit österreichischem Reisepass zu finden.

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