Kampf gegen Depressionen

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Vonn: Medikamente gegen Depressionen

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In einem Interview mit dem deutschen Nachrichtenmagazin "Focus" hat Skirennläuferin Lindsey Vonn erklärt, dass sie wegen ihrer chronischen Depressionen "gute und schlechte Tage" habe und täglich Medikamente nehmen muss.

"Ich werde diese Mittel immer nehmen müssen. Jeden Tag", sagte die US-Amerikanerin, die nach langer Verletzungspause beim Weltcup in Lake Louise ihr Comeback geben wird.

"Depressionen kein Stigma"

Manchmal löse ein sehr hartes Training diese Depressionen aus. "Wenn ich körperlich besonders ausgelaugt und erschöpft bin, können sich die Leere und die Traurigkeit in mir ausbreiten. Aber die Medikamente fangen einiges ab."

Sie könne nur jeden ermutigen, der unter Ähnlichem leide, sich einem Arzt anzuvertrauen.

"Depressionen zu haben, ist kein Stigma. Sie lassen sich behandeln. Niemand sollte sich dafür schämen müssen", sagte sie gegenüber "Focus" weiter.

Herren-Start weiterhin ein Ziel

Im Interview erzählte Vonn vom gemeinsamen Training mit Golfstar Tiger Woods und privaten sportlichen Duellen mit ihrem Freund, es soll aber nicht der einzige Wettstreit mit einem Mann bleiben.

Sobald sie wieder in Top-Form sei, wolle sie das Ziel weiterverfolgen, in einem Skirennen der Herren antreten zu dürfen. "Ich gehe davon aus, dass ich unter die Top Ten ins Ziel komme", ist sie überzeugt.

Gebete in besonderen Momenten

Auf die Frage, ob sie vor den Rennen bete, dass sie erfolgreich unten ankomme, meinte Vonn: "Ich habe in meinem Leben bisher dreimal gebetet. Und Gott hat mir geholfen. Deshalb sind diese Gebete für mich sehr kostbar, und ich hebe sie mir für ganz besondere Momente auf."

Bei der WM 2009 in Val d'Isere betete sie vor Abfahrt und Super-G sowie 2010 bei Olympia in Vancouver vor der Abfahrt. Jeweils holte sie Gold. Bei der Heim-WM im Februar 2015 in Vail werde sie wieder beten. "Das wird der nächste ganz große und wichtige Tag für mich sein."

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