Vonn äußert Kritik an FIS-Jury

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Vonn kritisiert "falsche Entscheidung" der FIS-Jury

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Rund drei Wochen nach ihrem dramatischen Sturz im WM-Super-G meldet Lindsey Vonn öffentlich zu Wort.

Der schwer verletzten US-Amerikanerin ist keineswegs zum Lachen zumute, im Gegenteil.

Die 28-jährige Ski-Beauty äußert scharfe Kritik an der FIS-Jury, die einen Start bei widrigen Bedingungen in Schladming zulassen konnte.

„Ich denke nicht, dass die Jury die richtige Entscheidung getroffen hat“, merkt die nach ihrem Kreuz- und Innenbandriss sowie Schienbeinkopfbruch gezeichnete Gesamtweltcupsiegerin der Vorsaison an.

Bedingungen nicht zumutbar?

Das Rennen war aufgrund von dichtem Nebel immer wieder nach hinten verschoben worden, von einer Absage wurde zum Leidwesen Vonns jedoch abgesehen.

„Der Nebel ist hineingezogen und hat den Rennstart verzögert. Wir haben stundenlang gewartet“, erinnert sie sich an die Bedingungen zurück.

„Als ich am Start war, war ich bereit, aber ich hatte keine Idee, in welchem Zustand die Piste ist. Ich habe den Kurs um 8 Uhr morgens inspiziert und bin erst um 15:15 Uhr gefahren.“

Nicht nur Vonn äußerte sich über die Abwicklung des Rennens besorgt, dennoch wurde das Rennen trotz verspätetem Start durchgezogen.

„Ich denke nicht, dass es sicher war“

Die Mehrheit der Fahrerinnen sah die Sichtverhältnisse während der Fahrt jedoch nicht als Problem an. Die rekonvaleszente Speed-Spezialistin sieht das anders.

„Ich bin aggressiv gefahren, aber während des Rennens konnte ich die Bedingungen nicht fassen. Der Schnee war zu weich, die Piste ist gebrochen. Ich denke nicht, dass es sicher war.“

Die Interventionen, das Rennen abzubrechen, fruchteten erst spät, obwohl Vonn nach ihrem Sturz sofort einen Funkspruch an Trainer und Jury-Mitglied Alex Hödlmoser abgab.

"Ich habe Alex gesagt, sie sollen das Rennen stoppen. Es ist nicht sicher zu fahren. Augenscheinlich haben sie das nicht getan.“ Erst nach Startnummer 36 wurde der Super G unterbrochen.

Sicherheit soll an erster Stelle stehen

Während es an der Entscheidung im Nachhinein nichts mehr zu rütteln gibt, hofft Vonn in Zukunft auf einen besseren Umgang mit den Läuferinnen.

„Ich hoffe für die Zukunft, dass sie stark darüber nachdenken, wie die Bedingungen sind, weil die Sicherheit der Athleten sollte an erster Stelle stehen.“

Trotz Kritik und Reha trainiert Vonn schon wieder und arbeitet an ihrem Comeback. Das große Ziel bleibt die Verteidigung ihrer Olympischen Abfahrts-Gold-Medaille in Sotschi.

„Ich habe keine Zweifel zurückzukommen und wieder so Ski zu fahren, wenn nicht besser, als ich es bisher konnte. Es kommt auf mich an, ich muss hart arbeiten.“

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