Aspen-Start von Vonn fraglich

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Springt Jungstar Shiffrin für Vonn in die Bresche?

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Alle reden über Lindsey Vonn, nur sie selbst schweigt beharrlich. Und das auf allen Kanälen.

Auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus floss die Information um die erkrankte Ski-Olympiasiegerin nur spärlich.

Fakt ist, dass Vonns Start kommende Woche bei den Heimrennen in Aspen immer unwahrscheinlicher wird.

Substanzverlust

Zu viel Substanz hat der US-Star in den vergangenen Tagen und Wochen verloren, um in einer Woche auf einem der schwersten Weltcuphänge der Welt reüssieren zu können.

Schon im Vorjahr hatte Vonn auf den Aspen-Slalom verzichtet, damals allerdings, weil angeblich ihr Ehemann Thomas die Skischuhe unbrauchbar gemacht hatte.

Noch am selben Abend hatte Vonn damals bekannt gemacht, dass sie sich scheiden lassen will.

Mysteriöse Darmkrankheit

Ob auch der mittlerweile einjährige Rosenkrieg oder schlicht ein akutes Gesundheitsproblem die aktuellen Darmprobleme ausgelöst hat, weiß offiziell niemand.

Auch die Vonn sehr nahestehende deutsche Skirennläuferin Maria Höfl-Riesch gab sich am Donnerstag in Colorado unwissend.

"Wir haben uns vor meinem Flug in die USA ein Treffen ausgemacht. Als ich mich dann gemeldet habe, ging es ihr schon nicht gut", erzählte Höfl-Riesch am Donnerstag beim Speed-Training in Copper Mountain. "Seit sie im Krankenhaus war, habe ich nichts mehr gehört. Ich denke, sie will ihre Ruhe haben", vermutete Höfl-Riesch.

Vonn nicht bei Team-Präsentation

Obwohl es der vierfachen Weltcup-Gesamtsiegerin mittlerweile angeblich bereits deutlich besser geht, fehlte sie am Donnerstag-Abend auch bei der großen Präsentation des US-Skiteams in Vail.

"Vielleicht kann sie uns bei offenem Fenster ja hören", hoffte der Moderator der groß aufgezogenen Show auf dem Arrabella-Square, wo Vonn ihre Wohnung hat.

Weil der ab 2015 dreifache WM-Ort Vail auch den Beginn der 50. Skisaison feiert, wurden bei der Präsentation Legenden wie Bob Beattie, Billy Kidd und Jimmy Heuga aufgeboten.

Gute Besserung

Viele Fans unterschrieben auch ein Plakat mit Besserungswünschen für Vonn.

Mit dabei vom aktuellen Team waren auch Bode Miller, Julia Mancuso und Jungstar Mikaela Shiffrin.

Die 17-Jährige aus Vail hat vor einer Woche in Levi ihren zweiten Weltcup-Podestplatz herausgefahren, der Hype um die selbstbewusste junge Dame ist speziell in ihrem Heimatort bereits gigantisch.

Shiffrin auf dem Vormarsch

Sollte Vonn beim großen Heimauftritt in Aspen tatsächlich aussetzen müssen, wird wohl die ganze Aufmerksamkeit der US-Öffentlichkeit auf den Schultern des Jungstars aus Vail lasten.

"Das ist mir schon klar", ahnte Shiffrin offenbar bereits, was auf sie zukommen wird, sollte ihre berühmte Teamkollegin nach Levi auch in Aspen fehlen.

"Es ist derzeit wirklich schwer, fokussiert zu bleiben und sich nicht ablenken zu lassen", gestand Shiffrin.

Vonn unersetzbar

Vonn zu ersetzen, sei aber unmöglich, betonte der Teenager.

"Für eine Lindsey Vonn kann man nicht einfach so einspringen", machte Shiffrin klar.

"Ich werde mein Land auf meine Weise repräsentieren, indem ich möglichst schnell Ski fahre. Das muss genügen."

Keine Spekulationen

US-Alpinchef Patrick Riml wollte den Spekulationen um Vonn keine weitere Nahrung geben.

"Es geht ihr von Tag zu Tag besser, das ist das Wichtigste. Ob es sich für Aspen ausgeht, ist aber schwer zu sagen", betonte der Österreicher am Donnerstagabend.

Klar ist aber auch: Bevor Vonn wieder auf die Ski steigen kann, muss sie erst wieder fit werden. Riml: "Wenn sich ihr Zustand weiterhin verbessert, werden wir irgendwann mit leichtem Konditionstraining beginnen."

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