US-Team demoliert die Konkurrenz

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Acht Rennen, vier Siege - die seit diesem Jahr vom österreichischen Alpindirektor Patrick Riml geführten US-Amerikaner haben bis Samstag die Startphase des Alpin-Weltcups 2011/12 dominiert.

Zum bereits dritten Mal seit 2004 gab es zudem US-Skisiege an einem Tag in Nordamerika, nachdem Bode Miller in Beaver Creek und Lindsey Vonn in Lake Louise am Freitag als Abfahrtstriumphatoren gefeiert wurden.

Gutes Pflaster

Im Vorjahr war das Ted Ligety im Beaver-RTL und Vonn im Super-G von Lake Louise gelungen.

2004 hatten ebenfalls Miller (Beaver) und Vonn (Lake Louise) mit Abfahrtssiegen an einem Tag für US-Skigeschichte auf nordamerikanischem Schnee gesorgt.

Für die damals noch Kildow heißende Vonn war es der erste Weltcupsieg gewesen.

Mit dem Töchterchen auf dem Arm

Viel Zeit zum Feiern hatten die beiden US-Stars angesichts der Rennen am nächsten Tag nicht.

Miller lud nach seiner "vielleicht besten Abfahrt überhaupt" wie alljährlich Sponsoren seiner Turtle Ridge Foundation nach Beaver Creek ein.

Dabei trug er am Abend stundenlang sein Töchterchen Neesyn Dacey auf dem Arm und stieß auch mit seinem Ski-Servicemann Guntram Mathis, alias "Tschunti", an.

Götschl auf den Fersen

Für den kleinen Vorarlberger, Vater des ÖSV-Nachwchsfahrers Marcel Mathis, war es der erste Abfahrtssieg als Servicemann gewesen. Damit hat Head-Servicemann Mathis nun in allen Disziplinen "Siege" zu Buche stehen.

Vonn hätte fast noch mehr Grund zum Feiern gehabt als der 34-jährige Miller wegen seines Comebacksieges.

Die Abfahrts-Olympiasiegerin fuhr mit ihrem 22. Abfahrtssieg nicht nur den Negativ-Schlagzeilen über ihre bevorstehende Scheidung davon, sie rückte auch Renate Götschl wieder ein Stück näher.

Bereits neun Siege

Nach dem 43. Weltcupsieg ist sie nur noch drei Siege von der zurückgetretenen und mit 46 Erfolgen auf Platz drei der ewigen Bestliste liegenden "Speed-Queen" entfernt.

In der Abfahrt fehlen Vonn nur noch zwei Erfolge auf die Steirerin.

Und nach ihrem vor den Augen ihrer Schwester überlegen vor der Überraschungs-Zweiten Tina Weirather (LIE) herausgefahrenen, neunten Sieg in Lake Louise fehlt ihr nur noch ein Triumph in Kanada, um wie Götschl (Cortina) zehn Mal an einem Ort gewonnen zu haben.

Sprachloser Vorsprung

Zudem machte Vonn beste Werbung für das erste Heimrennen kommende Woche vor ihrer Haustür in Vail. Vonn wird dabei sowohl sportlich als auch wegen ihrer privaten Situation im Blickpunkt der US-Medien stehen.

"Es war nicht einfach den Fokus zu behalten, ich muss mich bei Maria (Riesch, Anm.) und meiner Familie bedanken", sagte Vonn in Kanada.

Erklärung für ihren Riesenvorsprung von 1,95 Sekunden hatte sie keine. "Ich probiere immer schnell zu fahren. Aber fast zwei Sekunden, das gibt's ja fast gar nicht", freute sich die 27-Jährige.

Nicht viel Rückstand

Österreichs Herren haben hingegen in den beiden Nordamerika-Abfahrten durch Hannes Reichelt (Lake Louise) und Klaus Kröll (Beaver Creek) jeweils dritte Plätze geholt.

Abfahrtssieg gab es in Übersee damit keinen, Trainer Andreas Evers gab sich dennoch zufrieden.

"Es haben jeweils nur Hundertstel gefehlt. Es war auf jeden Fall ein guter Start und wenn wir auf diesem Weg bleiben, kommt der Sieg sicher bald", war Evers überzeugt.

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