Geld bestimmt weiteres Programm

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Zeichen stehen auf Verlängerung der US-Tournee

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Die Anzeichen, dass die aktuelle Nordamerika-Skitournee länger wird als geplant, verdichten sich.

In Val d'Isere schaut es mangels Schnee für die vier am 10./11. Dezember geplanten Herren- und Damenrennen schlecht aus, sie könnten stattdessen schon ab 6. Dezember in den USA ausgetragen werden.

Entscheidung früher als angekündigt?

Dort sind intensive Bemühungen angelaufen. Denn die Entscheidung wird oder muss sogar offenbar deutlich schneller fallen als angekündigt.

Für kommenden Montag bzw. Mittwoch sind in Frankreich Schneekontrollen angesetzt, schon am Montag würden aber viele Läufer und Läuferinnen nach den Rennen in Aspen und Lake Louise zurück nach Europa jetten.

Man rechnete daher vielfach mit einer Entscheidung noch an diesem Wochenende.

Beaver Creek und Aspen sind bereit

Sollten die Rennen tatsächlich nicht in Europa stattfinden können, wären "Favorit" Beaver Creek und Aspen prinzipiell bereit, trotz großer logistischer Herausforderungen einzuspringen.

Kommt das so, müssen Pistenpersonal, an die 500 Freiwillige und ausreichend Zimmer relativ schnell organisiert werden für Super-G und Superkombi der Damen sowie Riesentorlauf und Slalom der Herren.

Das scheint machbar, die einzig wirklich relevante Frage war am Ende aber die nach dem Geld.

 

"Von der Piste her hätten wir schon vergangene Woche fahren können. Wir wollen helfen, haben der FIS immer geholfen. Aber wir können die finanzielle Last nicht alleine tragen", machte John Dakin, Pressechef in Beaver Creek klar, das man "substanzielle" Hilfe braucht.

Der US-Verband und damit vorrangig der neue US-Alpindirektor, der Österreicher Patrick Riml, arbeiteten daher intensiv an dieser Situation.

Beaver Creek fordert finanzielle Unterstützung

Laut Dakin geht es um rund 1,5 Mio. Dollar Zusatzkosten, die gedeckt werden müssen, wenn die Rennen in Beaver Creek ausgetragen werden.

"Alleine unsere regulären Rennen kommende Woche auf der Birds of Prey kosten fast 2,7 Mio. Dollar. Das hat absolute Priorität", hoffte Dakin, dass die FIS, der Rechteinhaber Infront sowie Vail Resorts ein passendes Paket schnüren würden.

Ähnliche Situation wie 2006

Die Situation erinnert an 2006. Auch damals sollte Beaver Creek die in Val d'Isere und St. Moritz abgesagten Europa-Rennen ersatzweise durchführen, letztlich war man aber am Geld gescheitert.

"Es war Geld und Politik", erinnerte Dakin. "Manche wollte unbedingt, dass die Rennen nicht in den USA sondern in Europa stattfinden."

Der persönlich anwesende ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hatte es damals als "Schnapsidee" bezeichnet, noch mehr Rennen in Beaver Creek auszutragen.

US-Verband als Unterstützer

Diesmal scheinen die Vorzeichen etwas anders zu sein. Dass der US-Verband an weiteren Rennen Interesse hatte, lag auf der Hand.

"Je mehr Gelegenheit das US-Team knapp dreieinhalb Jahre vor der Heim-WM hat, sich auf heimischem Schnee zu präsentieren, umso besser", so Dakin.

Aspen an Herren interessiert

In Aspen verwies man am Freitag darauf, dass noch nichts offiziell sei. Angeblich möchte man dort unbedingt ein Herrenrennen, was aber aus TV-übertragungstechnischen Gründen unmöglich wäre.

Deadline für die Veranstalter dort war Samstagfrüh Ortszeit. "Erst wenn wir wissen, ob wir Rennen veranstalten sollen und wenn ja wie viele, werden wir uns intensiv damit auseinandersetzen", erklärte Pressechef Jeff Hanle.

"Aber natürlich sind wir bereit, weitere Weltcuprennen auszutragen."

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