Finale Abstimmung vor dem Walchhofer-Comeback

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860 Pistenkilometer warten auf Ski-Fans in der Salzburger Sportwelt Amadé.

Herren-Chef Mathias Berthold muss am Donnerstag dennoch in seinen Dienstwagen steigen, um die 15 Kilometer zwischen Flachau und Zauchensee zurückzulegen.

Mit Skiern ist es nämlich nicht möglich von der Heimat des Hermann Maier in die Heimat von Michael Walchhofer zu kommen.

Letzterer ist auch der Grund für den vorweihnachtlichen Abstecher Bertholds, der seinen jungen Abfahrern Walchhofer als "Geschenk" unter den Baum legen möchte.

Erster Einsatz in Kitzbühel?

Denn auf der Tagesordnung des Treffens steht die zukünftige Zusammenarbeit mit dem 19-fachen Weltcup-Sieger und Abfahrts-Weltmeister von 2003.

„Wir werden besprechen, was wir machen können – und dafür müssen wir zunächst einmal wissen, was wir wollen“, erklärt Berthold im Gespräch mit LAOLA1.

Die Situation ist seit dem ersten Brainstorming vor rund einem Monat unverändert, die zunächst für Bormio angedachte Premiere wird nach hinten verschoben.

„Bormio ist kein Thema!“ Aber schon in Kitzbühel könnte „Walchi“ seine Erfahrung erstmals an die jungen Läufer weitergeben.

Andere Herangehensweise als Trainer

Genau darum geht es: der Salzburger soll nicht Teil des Trainerteams („Das ist im Budget nicht eingeplant!“) sein, sondern eine beratende Funktion bei ausgewählten Speed-Rennen einnehmen.

Ob sich dies auf Gespräche mit den Ski-Talenten beschränkt oder auch Einsätze auf der Piste vorsieht, ist derzeit noch offen.

„Der Michi hat die Arbeit der Trainer immer geschätzt, er weiß auch, dass Leute wie ein Andi Evers die Abfahrten in- und auswendig kennen. Deshalb muss die Herangehensweise eine andere sein.“

Die Erfahrung von 240 Starts im Weltcup soll jedenfalls nicht verloren gehen. „Die Frage ist nur, wie wir ihn einbinden, damit es eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten ist.“

"Möchte keinen Medien-Wirbel"

Wenn das „Experiment Walchhofer“, mit dem der Ski-Verband Neuland betritt, Früchte trägt, könnten weitere Ex-Rennläufer folgen.

„Da gibt es einige, die auch charakterlich gut passen würden“, so Berthold, der dabei aber nicht an Hermann Maier denkt.

„Ich kenne Hermann wenig bis gar nicht. Aber was ich nicht möchte, ist ein riesiger Medien-Wirbel. Das würde der Sache nicht dienen.“

Bei Michael Walchhofer ist sich der Herren-Chef dagegen sicher: „Er hat vom Skisport so viel gekriegt und will jetzt etwas zurückgeben!“

Stephan Schwabl

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