Konflikt zwischen ÖSV und Sölden entschärft

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Die Wogen im Konflikt zwischen Sölden und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel haben sich geglättet.

Im Rahmen des Riesentorlaufs der Herren ist es am Sonntag vor laufenden Kameras zu einem versöhnlichen Handshake zwischen Schröcksnadel und Jakob "Jack" Falkner, dem Präsidenten des Weltcup-Organisationskomitees und Geschäftsführer der Bergbahnen Sölden, gekommen.

"Wir werden uns nicht annähern"

"Wir haben uns ausgesprochen. Jack versteht meinen Standpunkt, ich seinen. Wir werden uns nicht annähern", sagte Schröcksnadel.

Der Weltcup dürfte auch in Zukunft auf dem Gletscher im Ötztal Station machen, denn Schröcksnadel betonte: "Ich habe nie damit gedroht, Sölden die Rennen zu entziehen."

"Wen soll ich da sponsern"

Seine scharfe Kritik begründet Schröcksnadel mit einer Aussage des Söldener Tourismus-Chefs.

"Was mich aber so auf die Palme gebracht hat, ist die Aussage: Wenn ich mir die Vonn anschaue und die österreichischen Mädels, wen soll ich denn da sponsern."

ÖSV mit St.-Moritz-Logo?

Der ÖSV-Präsident untermauerte aber auch sein Unverständnis bezüglich des Deals zwischen Ötztal Tourismus und dem US-Ski-Team, an dem sich der Streit entzündet hat.

In Österreich würde man es auch nicht wollen, wenn die österreichischen Rennläufer mit dem St.-Moritz-Logo auf dem Gewand herumlaufen würden, meinte Schröcksnadel.

"Es geht nicht gegen Österreich"

Falkner verteidigte seinen Standpunkt, dass das Ötztal ausländische Gäste anlocken und internationale Märkte erschließen möchte.

Der Söldener zeigte aber auch Verständnis für Schröcksnadel: "Ich habe die Emotion nicht schlimm gefunden, es beweist, er lebt es zu hundert Prozent. Es ist nicht so, dass es gegen Österreich geht, das liegt uns sehr am Herzen."

Und er weiß, wie sich so etwas in Zukunft vermeiden lässt: "Ich denke, dass wir bei solchen Sachen vorher drüber reden sollten, dann lässt sich so etwas vermeiden. Ich freue mich immer, wenn ich mit dem Peter ein bisserl streiten kann."

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