Debatte um Heimvorteil vor Sölden-Auftakt

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Trotz der derzeit frühlingshaften Temperaturen bleiben die Veranstalter des alpinen Ski-Weltcup-Openings in Sölden gelassen.

"Unsere Schneedepots sind nach wie vor gut gefüllt, alles läuft nach Plan", versicherte Pistenchef Isidor Grüner am Sonntag im Gespräch mit der APA.

"Wenn kein Dauerregen kommt, dann steht den Rennen nichts im Wege", sagte Grüner.

"Die Lage war schon prekärer"

Auf dem Rettenbachgletscher stehen am 25. (Damen) und 26. Oktober (Herren) die traditionellen Riesentorläufe zum Saisonauftakt auf dem Programm.

Die Schneedecke in Sölden wurde zwar in den vergangenen Tagen laut Grüner merkbar dünner, bereits am Montag werden die Ötztaler aber wieder jede Menge Schnee aus den vorhandenen Depots in die Strecke einarbeiten.

Aus den Speicherseen der Söldener wurden nicht weniger als 70.000 Liter Wasser in Schnee verwandelt. Zusätzlich wurde auch Schnee aus den Gletscherzonen auf die Strecke transportiert.

"Die Lage war schon mal deutlich prekärer, wir hatten schon Rennen mit weniger Schnee", berichtete Grüner. Neuschnee zur "Kosmetik" und Präsentation der perfekten Tiroler Winterlandschaft wünscht man sich aber dennoch.

Trainings abgesagt

Die für kommende Woche geplant gewesenen Trainings der Nationalmannschaften auf dem Rennhang wurden zwecks Schonung der Piste sowie aus Sicherheitsgründen abgesagt.

"Alle Teams haben vollstes Verständnis, damit ist die Ausgangslage für alle gleich und fair", so Grüner.

Keine Benachteiligung für ÖSV

Die Kooperation zwischen Sölden und dem US-Skiteam rund um Lindsey Vonn und Ted Ligety besteht zwar weiterhin. Von einer Bevorzugung der USA gegenüber den Österreichern will man aber bei den Söldenern nichts wissen.

"Wenn behauptet wird, dass der ÖSV Nachteile hätte, dann ist das eine Lüge. Ich kann durch mehrere Fakten eindeutig belegen, dass dem nicht so ist", meinte Grüner.

"Bei den Trainings dürfen die Österreicher drei der vier Rennlinien verwenden, Sachen wie Pistenpullys werden ihnen kostenlos zur Verfügung gestellt", berichtete Grüner.

"Heimvorteil haben wir keinen"

ÖSV-Superstar Marcel Hirscher stellte fest: "Heimvorteil haben wir keinen, das ist fix." Eine Situation, die nach Ansicht von Hirscher in allen anderen Alpinnationen undenkbar wäre.

"In den USA genießt das US-Team oberste Priorität. Der Rest muss sich hinten anstellen", meinte der dreifache Gesamtweltcupsieger aus Salzburg.

Die offizielle Schneekontrolle durch den internationalen Skiverband FIS geht in Sölden am Freitag über die Bühne. Von der FIS werden der neue Herren-Renndirektor Markus Waldner sowie von Damenseite Markus Mayr anreisen.

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