"Noch nicht bei 100 Prozent"

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Zagreb als Auftakt zu den Slalom-Wochen

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Zagreb ist traditionell der Auftakt zu einer engen Abfolge von Weltcup-Slaloms.

Es warten im Jänner auf die alpinen Ski-Herren noch Adelboden, Wengen, Kitzbühel und Schladming.

Allein schon der Gedanke daran lässt das Adrenalin bei Marcel Hirscher und Kollegen steigen.

Auf einer Kunstschneepiste in Gaal bei Knittelfeld haben die Österreicher ihre Vorbereitung für das Kroatien-Rennen absolviert, auf seinem Hausberg ist Beaver-Creek- und Flachau-Sieger Ivica Kostelic der hohe Favorit.

Nur Benjamin Raich fehlt

Mit Ausnahme von Benjamin Raich, der in Jerzens und Reiteralm trainierte, hatte ÖSV-Slalomcoach Michael Pircher alle seine Stangenartisten in Gaal versammelt.

Die Entscheidung, erstmals ein Training in dem kleinen Skigebiet abzuhalten, hat er nicht bereut.

"Zum Trainieren ist es gewaltig. Hier hat man seine Ruhe und wir alle Freiheiten. Es ist eine super Kunstschneepiste als Grundstock. Weil es in der Nacht auf Montag viel geregnet hat, haben wir Salz reingeben. Damit hatten wir ähnliche Bedingungen, wie sie in Zagreb sein werden", erklärte Pircher.

Hohe Erwartungen im ÖSV-Lager

Nicht nur für Zagreb, sondern für den ganzen Jänner sind die Erwartungen im rot-weiß-roten Lager natürlich hoch. Mit Platz drei in Beaver Creek und dem Sieg in Alta Badia ist aktuell Marcel Hirscher der Topläufer, in Flachau schied er aus.

"Da hat man gesehen, dass man es nicht jeden Tag auf den Punkt bringt. Es wird aber auch sehr viel auf dem Materialsektor entschieden. Wenn er es mal richtig erwischt, dann klingelt es brutal."

"Noch mehr als es in Alta Badia der Fall war. Er ist noch nicht bei hundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit angelangt. Wenn es mal passt, dann werden noch ein paar ein Auge aufreißen", geriet Pircher bei Hirscher ins Schwärmen.

Denn die Hänge für Hirscher kommen noch, wenn es steil und anspruchsvoll wird, ist er voll in seinem Element.

"Adelboden, Wengen, Kitz, Schladming - da ist schon mehr Gelände drinnen als bei den letzten Rennen. Und auch mehr als in Zagreb", sagte der Trainer und erinnerte, dass Hirscher mittlerweile eben auch schon Slaloms auf flacheren Hängen wie in Alta Badia gewinne.

Keine guten Erinnerungen

Im Vorjahr wurde Hirscher in Zagreb 15. - erkrankt und mit Schüttelfrost war er an den Start gegangen. "Gemessen an den Rahmenbedingungen war es eine große Leistung. Ich habe mir diesen 15. Platz wirklich mit dem letzten Rotz erkämpft."

Und der 22-Jährige, der in der Weihnachtspause viel Zeit mit Familie, Freunden und dem neuen Hund Timon verbracht hat, bleibt bescheiden, hat sich für Donnerstag (14.30/17.30 Uhr) lediglich eine Verbesserung des Vorjahresresultats zum Ziel gesetzt.

Pranger ist Nummer zwei im Team

Manfred Pranger mit zwei neunten und einem fünften Platz ist derzeit die Nummer zwei im Team. Der Materialwechsel hat Positives bewirkt. "Ich bin überzeugt, er wird uns früher oder später noch einmal Freude bereiten", meinte Pircher. Ebenso wie Mario Matt, der auf die Ränge 9 und 18 kam.

"Er hat im Training brutal starke Leistungen geboten, da fährt er souverän." Sorgenkind Reinfried Herbst (11., 25.) hat sein Schuh-Problem nur bedingt in den Griff bekommen. Man habe nun aber, erzählte Pircher, etwas Passendes gefunden, das bei gewissen Verhältnissen und gewissen Temperaturen funktioniere. "Da muss aber alles zusammenpassen, um ganz vorne zu landen."

Schönfelder will nichts von Schicksalsrennen wissen

Rainer Schönfelder will von einem Schicksalsrennen nichts wissen: "Ich hab's schon gesagt und sag's gern noch einmal: Mein Ski-Budget steht bis 2014."

Er habe viel in dieses Comeback investiert und sehe im Training, dass sich das Engagement lohne, meinte der fünffache Gewinner von Weltcuprennen.

ÖSV-Aufgebot für den Slalom am Donnerstag in Zagreb: Benjamin Raich, Marcel Hirscher, Mario Matt, Manfred Pranger, Reinfried Herbst, Christoph Dreier, Wolfgang Hörl, Marc Digruber, Patrick Bechter, Rainer Schönfelder

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