Schweizer Team nach Feuz-Ausfall kämpferisch

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Der Ausfall der Schweizer Ski-Hoffnung Beat Feuz wegen Knieproblemen für die gesamte alpine WM-Saison ist weiter eines der bestimmenden Themen vor dem Speed-Auftakt der Herren am Wochenende in Lake Louise.

In allen Lagern wird der Ausfall des Zweitplatzierten im Gesamtweltcup 2011/12 sowie der Eidgenosse selbst bedauert. Das ist im Lager der Österreicher nicht anders.

"Sie sind vom Pech verfolgt"

"Er ist ein super Bursch, so etwas wünscht man keinem", sagte Abfahrtsweltcupsieger Klaus Kröll. "Ich kann ihm nur wünschen, dass er schnell zurückkommt."

Dem Steirer ist voll bewusst, dass die Schweizer auch andere Ausfälle haben. "Sie sind etwas vom Pech verfolgt."

Georg Streitberger: "Dadurch, dass ich sein Markenkollege bin, habe ich alles mitbekommen. Das ist natürlich schon sehr schwierig."

Priorität für Olympiajahr

Ähnlich äußerte sich Hannes Reichelt, er hat sich auch immer gerne etwas von Feuz abgeschaut.

"Aber da tut er einem einfach leid. Hoffentlich kommt er wieder zurück."

Romed Baumann hatte den Ausfall schon fast erwartet: "Man hat seit Sommer immer nur schlechte Nachrichten von ihm gehört. Vielleicht ist die Pause auch besser für ihn. Ich glaube, dass er eine Priorität für das Olympiajahr gesetzt hat."

"Der Schock ist sicher da"

Der Schweizer Cheftrainer Osi Inglin muss sich der neuen Situation anpassen.

"Der Schock ist sicher da. Aber es hat sich in den letzten Tagen leider abgezeichnet. Es war eine schleichende Erscheinung. Man hat es erahnen können, dass es schwierig wird."

Nach dem Sturz von Daniel Albrecht in Kitzbühel, der Herz-Operation von Carlo Janka und dem Rücktritt von Didier Cuche haben es die Schweizer sehr schwer.

"Jetzt gehen wir schon auf sehr dünnem Eis"

"Jetzt gehen wir schon auf sehr dünnem Eis. Die Ressourcen werden jetzt schon sehr extrem abgeschöpft", sagte der Coach.

"Wir haben aber noch arrivierte Läufer wie Defago und Zurbriggen. Sie werden Leistungen bringen. Janka ist auch wieder bereit. Ganz geschlagen geben wir uns definitiv noch nicht. Aber der Druck auf einzelne Schultern wird jetzt natürlich viel, viel größer."

Defago weiß um schwierige Saison

Defago ist sich dessen bewusst: "Die Saison wird vielleicht schwierig, aber sie kann auch sehr gut laufen. Nach Beaver Creek wird man erstmals sehen, wo wir als Team stehen."

Die Strecke in Lake Louise liegt dem 35-Jährigen jedenfalls nicht so gut. "Hier darf man keinen Fehler begehen. Ich mag aber eher die Strecken, auf denen man auch mal einen Fehler machen darf."

Dass er es auf selektiven Pisten kann, bewies der Olympiasieger außer in Whistler auch schon mit Siegen in Wengen, Kitzbühel und Bormio. Allerdings will Defago bis zu seinem anvisierten Karriereende im Jahr 2014 mehr Kontinuität in seine Leistungen bringen.

Wichtig ist natürlich, dass nicht auch er eine schwere Blessur erleidet. Im September 2010 hatte er sich eine solche in Form eines Kreuzbandrisses zugezogen.

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