"Das ist Rufschädigung"

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Schröcksnadel: "Das ist Rufschädigung"

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Der Österreichische Skiverband (ÖSV) ist dem Auslöser der Einfädler-Affäre rund um Marcel Hirscher auf den Fersen.

"Ich habe schon die Telefonnummer. Ich bin gespannt, wer da dahinter steckt. Dem gehen wir sicher nach", sagte Verbands-Präsident Peter Schröcksnadel am Dienstagabend im Rahmen des Weltcup-Slaloms in Schladming.

Der Tiroler schloss auch rechtliche Schritte nicht aus. "Das ist Rufschädigung. Und bei Rufschädigung kann man auch andere Wege gehen", erklärte Schröcksnadel.

"Der ÖSV lässt sich keinen Virus hineinsetzen"

Der ÖSV-Boss bekräftigte, dass es sich seiner Meinung nach nicht um einen Nestbeschmutzer, also um einen Informanten aus dem eigenen Team handelt.

"Man kann immer versuchen, Zwietracht zu säen, indem man behauptet, dass das einer von intern gemacht hat. Der ÖSV lässt sich keinen Virus hineinsetzen. Wir lassen uns nicht auseinanderdividieren", versicherte Schröcksnadel.

Ob im Falle einer erfolgreichen Recherche auch Namen genannt werden, ließ Schröcksnadel offen.

"Das kommt darauf an, ob wir die Sache noch einmal anheizen wollen. Es könnte auch reichen, dass wir wissen, wer es ist, und mit dieser Person reden."

Ausgeräumt und ausgesprochen

Die Affäre ist durch per SMS der "Kronen Zeitung" zugespielte Informationen ausgelöst worden. Darin wurde behauptet, dass Hirscher bei seinen Siegen in Zagreb und Adelboden eingefädelt haben soll.

Hohe Wellen und tagelange Diskussionen rund um Hirscher in Kitzbühel und Schladming waren die Folge. Zudem hat Ivica Kostelic mit Sticheleien in Kitzbühel zusätzlich Öl ins Feuer gegossen.

Mittlerweile sind die Vorwürfe vom Tisch. Alle Beteiligten haben anerkannt, dass Hirscher nicht eingefädelt hat.

Auch Kostelic und Hirscher, die beide den selben Kopfsponsor tragen, haben sich am Montagabend in Schladming publikumswirksam versöhnt, ein Pfeifkonzert bei seiner Fahrt musste Kostelic am Dienstagabend im ersten Schladming-Durchgang dennoch über sich ergehen lassen.

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