Schröcksnadel warnt vor Druck auf Hirscher

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ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel warnt davor, zu großen Druck auf Rennläufer Marcel Hirscher auszuüben. Der Salzburger kämpft diese Woche beim alpinen Ski-Weltcupfinale in Schladming noch um die große Kristallkugel.

Auch für den Präsidenten ist es eine Überraschung, dass der 23-Jährige nun in dieser Position ist, bestritt dieser doch mit Riesentorlauf und Slalom nur die technischen Disziplinen in der laufenden Saison. Hirscher entschied sich nun auch zu einem Start am Donnerstag im Super-G, Schröcksnadel hätte davon abgesehen.

Schröcksnadel hätte auf Super-G verzichtet

"Ich wäre ihn nicht gefahren, denn so viele Punkte wird er dort nicht machen. Ich mische mich da nicht ein, aber meine Meinung ist, nein, er sollte den Super-G nicht fahren, und stattdessen den Fokus auf Riesentorlauf und Slalom legen. Und sich darauf konzentrieren, was er gut kann."

"Und damit kann er viel mehr Punkte erreichen, als er im Super-G machen kann", sagte Schröcksnadel am Dienstag. Gewinnen könne man immer nur mit dem, was man gut könne, und nicht umgekehrt.

Hirscher hat noch Zeit

Schröcksnadel jedenfalls wünscht seinem Musterschüler für die finale Phase, dass er sich nicht unter Druck setzen lässt. "Er hat ja noch 15, 20 Jahre."

In Wahrheit sieht der ÖSV-Boss Hirscher nach dessen Ausfall am Sonntag im Slalom von Kranjska Gora jetzt aber sogar in einer besseren Position als vorher.

"Die Chance ist besser als vorher, denn jetzt fährt er lockerer." Hirschers Saisonleistungen beeindruckten auch Schröcksnadel: "Du musst erst einmal vier, fünf Rennen in Folge gewinnen, das bringt kaum einer zusammen. Jetzt ist er halt in der Position (im Gesamtweltcup./Anm). Er kann aber genauso rausfliegen."

WM ist dem Präsidenten wichtiger

Hirscher liegt 55 Punkte hinter dem Schweizer Speedpiloten Beat Feuz, er mischt auch im Kampf um die kleinen Kugeln im Riesentorlauf und Slalom mit, und Klaus Kröll um jene in der Abfahrt.

"Ich bin sehr zuversichtlich für das Finale, denn wir hatten eine sehr gute Saison. Wenn es am Schluss jetzt nicht ganz hinhauen sollte, darf man nicht traurig sein. Es kommt das nächste Jahr. Und wenn wir nächstes Jahr bei der WM gut reüssieren, dann ist mir das noch viel wichtiger. Wenn wir heuer was gewinnen, würde ich mich sehr freuen, wenn nicht, ist es in diesem Fall jetzt kein Beinbruch", sagte Schröcksnadel.

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