784 Tage Warten sind genug

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Schönfelder: Mit Bestzeit am Glücksweg

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Rainer Schönfelder hat sich beim Weltcup-Slalom in Adelboden wieder in die Ergebnislisten eingetragen.

Die Fakten: Qualifikation als 29. geschafft, Bestzeit im 2. Lauf, Platz 14 gesamt.

Die Gefühle: "Ich habe mich nach keinem Weltcup-Sieg und keiner Medaille so gefreut wie heute." Es ist der nächste Schritt auf seinem Glücksweg.

"Heidi" für und mit den Fans

2891 Tage nach seinem letzten Weltcupsieg in Adelboden stand er genau dort wieder im Red Corner.

Dort wo der Führende eines Weltcup-Laufs wartet, bis er von einem schnelleren Konkurrenten abgelöst wird.

Als das passierte sang er mit seinem Publikum, das schon am Schlusshang den Song „Heidi“ intoniert hatte, noch einmal „Heidi“ – wie damals am 8. Februar 2004.

Weltcup-Punkte nach 784 Tagen

Die Schweizer lieben ihren "Schöni" noch immer. Der ehemals beste Slalomfahrer der Welt freute sich am Ende über Platz 14.

Seit 1395 Tagen (Platz 10 beim Riesentorlauf in Bormio 2008) Schönfelders beste Platzierung im Weltcup, seine ersten Weltcup-Punkte seit 784 Tagen (Platz 20 beim Slalom in Levi 2009) überhaupt.

Die Mama hat vom Aufhören gesprochen

„Es ist schöner als mein letzter Sieg damals in Adelboden, weil ich etwas scheinbar Unmögliches erreicht habe. Und darum geht es doch im Leben."

"Egal ob im Spitzensport oder im Job eines jeden von uns. Es war die größere Leistung mich im ersten Lauf für die Top 30 zu qualifizieren, als Bestzeit im zweiten mit Startnummer 2 aufzustellen“, sagt Schönfelder.

Und weiter: „Ich bin denen, die an mich geglaubt haben, sehr dankbar – und das waren nicht viele. Sogar meine Mama hat schon vom Aufhören gesprochen."

Dank an Freundin, Trainer, Herren-Chef

Nur Freundin Manuela weiß, was der Kärntner durchgemacht hat. "Sie hat zu mir gehalten, mich trotz aller körperlicher und mentaler Rückschläge in meinem Tun bestärkt."

Aber nicht nur sie: "Mein Trainer Christian Huber hat auch ständig gesagt, dass noch was geht. Außerdem muss ich mich bei ÖSV-Cheftrainer Berthold bedanken. Es war nicht leicht für ihn mich nach den Ausfällen und Nicht-Qualifikationen weiter fahren zu lassen – trotzdem hat er mich aufgestellt.”

Weiter geht’s für Schönfelder in Wengen. “Ich fahre nach Vorarlberg, werde dort trainieren und dann zum Slalom wieder in die Schweiz anreisen. Ich freu mich schon.”

Und wer weiß, eventuell gibt’s dort schon die nächste Gesangseinlage.

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