Kein Kampf mit dem Hang

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Schild verzichtet auf Start in Sölden

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Jetzt also doch - nicht!

Marlies Schild verzichtet freiwillig auf einen Start beim Weltcup-Auftakt in Sölden.

Die Salzburgerin fühlt sich psychisch nicht bereit für eine Rückkehr auf jenen Hang, auf dem sie sich im Training 2008 so schwer verletzt hat.

"Will den Kampf nicht aufnehmen"

"Den Kampf mit dem Hang am Rettenbach Gletscher will ich noch nicht aufnehmen. Ich fühle mich einfach noch nicht bereit dazu“, begründet die Salzburgerin ihre Entscheidung.

"Um wirklich schnell zu sein, muss der Kopf frei sein. Das ist er auf diesem Hang noch nicht."

Rückblick: Oktober 2008, wenige Tage vor dem Weltcup-Auftakt. Schild kommt im Riesentorlauf zu Sturz. Ein verhängnisvoller Sturz. Ein Schien- und Wadenbeinbruch setzt die 30-Jährige den gesamten WM-Winter außer Gefecht.

"Haben keine guten Erlebnisse"

Der Weg zurück ist hart und von Rückschlägen gepflastert. Zwei Saisonen später ist Schild wieder zurück in alter Stärke - zumindest im Slalom.

Aber auch im Riesentorlauf zeigte die Salzburgerin 2010/11 in einzelnen Läufen, dass mit ihr wieder zu rechnen ist.

Deshalb bemüht sich Schild auch zu erklären, dass sie keineswegs Angst vor dem Riesentorlauf habe. "Doch ich möchte nicht mein ganzes Pulver gleich im ersten Rennen verschießen, weil ich mich überwinden muss. Der Hang und ich hatten kein gutes Erlebnis miteinander."

Auftakt in Levi

Damit beginnt für Schild der Weltcup-Winter beim Slalom in Levi. In Aspen wird sie dann auch wieder die Riesentorlauf-Latten anschnallen.

"Und ich freue mich auch auf die weiteren Riesentorläufe des neuen Weltcupwinters. Dort kann ich befreit und mit Spaß an die Sache gehen."

Für Slalom gerüstet

Im Slalom fühlt sich die Weltmeisterin und Weltcupsiegerin für die neue Saison gerüstet.

"Es passt ganz gut so weit, alles weitere werden wir mit dem ersten Slalom sehen", meint sie nach den Trainingseinheiten im Mölltal. Understatement der Marke Schild, gab sie doch in den ÖSV-Trainings im Slalom klar den Ton an.

"Nicht auf Lorbeeren ausruhen"

Angesprochen darauf, ob sie nach dem Erreichen des ersehnten WM-Goldes gelassener in den Winter gehen können, meint die 30-Jährige: "Man darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und muss gleich wieder Gas geben."

Aber es sei "super" gewesen, es endlich geschafft zu haben: "Der Druck rundherum war schon sehr groß, jeder sagte, ich habe keine Nerven. Aber ich habe gewusst, dass das nicht so ist."

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