Nur die Lockerheit fehlt noch

Aufmacherbild
 

Rekord-Jägerin Schild trotz "Nullbilanz" unbesorgt

Aufmacherbild
 

Zwölf Nationen aus drei Kontinenten trainieren täglich in vier Schichten in Vail für den kommenden Weltcup-Winter.

In dem Gedränge am "Golden Peak" können Stars wie Lindsey Vonn, Maria Höfl-Riesch, Ted Ligety oder Marlies Schild unbehelligt am Feinschliff arbeiten.

Das tut auch Schild, denn sie steht wie Vonn vor der Nordamerika-Tournee mit einer "Nullbilanz" da.

Doch die Salzburger Slalom-Königin gab sich in der heimlichen Ski-Hauptstadt der USA unbesorgt.

Immer wieder Vreni Schneider

Wie Vonn hat auch Schild nach einem Ausfall (Levi) und einem Startverzicht (Sölden) noch keine Weltcuppunkte, wie Vonn jagt die Weltmeisterin aus Österreicherin im WM-Winter auch Rekorde.

Im Fall von Schild ist es der 34. Slalom-Sieg, der sie neben Vreni Schneider auch numerisch zur Nummer eins der Slalom-Branche machen würde.

Dem sie allerdings nun auch schon seit vier Rennen nachläuft.

"Dieser Hang liegt mir"

Das Out beim jüngsten Versuch in Levi hat Schild noch in Finnland abgehakt.

"Ich war zwar im Flachen hinten, hab' im Steilen aber gleich wieder aufgeholt, ehe der Ausfall kam. Das erste Rennen ist aber immer schwierig", erklärte sie in Colorado.

"Jetzt freue ich mich auf Aspen, dieser Hang liegt mir", versicherte die zweifache Aspen-Siegerin vor dem Rennen am US-Thanksgiving-Wochenende.

Schon jetzt eine ganz Große

Schild ist mit insgesamt 35 Weltcup-Siegen hinter Vonn (53) in der ewigen Bestenliste die Nummer zwei der aktiven Fahrerinnen.

Selbst Maria Höfl-Riesch, die Samstag ihren 28. Geburtstag feiert, liegt mit 24 Siegen deutlich dahinter.

Die Lebensgefährtin von Benjamin Raich ist damit eine der ganz Großen im Damen-Zirkus.

Nur die Lockerheit geht noch ab

Ob ihr die Konkurrenz im Slalom wie von vielen behauptet tatsächlich näher gerückt ist, wird man erst in Aspen wirklich sehen.

"Natürlich ist es schwierig, auf diesem hohen Level noch große Fortschritte zu machen. Aber ich konzentriere mich ganz auf mich und wenn ich das schaffe, bin ich auch schnell", glaubt die 31-Jährige aber weiter fest an ihre Überlegenheit.

Denn auch Material und Technik passen mittlerweile. "Jetzt muss ich noch ein bissl Lockerheit reinbringen, dann kann es los gehen", freut sich Schild schon auf Aspen, wo sie am Sonntag als Vorjahressiegerin antritt.

"Ich möchte endlich ein Rennen mit richtig gutem Gefühl fahren. Und sehen wo ich liege, wenn ich entspannt fahre."

Keine großen Vorsprünge mehr

Eine Rivalin kommt aus dem eigenen Lager.

Michaela Kirchgasser ist trotz ihrer Knieprobleme, dem Sölden-Verzicht und dem Levi-Flop überzeugt, die starke Vorjahresform über den Sommer gerettet zu haben.

"Wir sind alle stärker geworden", ist "Kirchi" überzeugt. "Marlies war im Training sicherlich größere Vorsprünge gewohnt."

"Alles etwas zusammengerückt"

Damen-Teamchef Herbert Mandl glaubt aber nicht, dass es der mögliche Rekord ist, der Schild bremst.

"Sie hat immer eine große Erwartungshaltung. In Levi ist sie im Flachen schlecht gefahren. Jetzt ist aber die Luft abgelassen, es sollte in Aspen wieder funktionieren."

Aber auch der Coach bestätigte: "Kirchgasser, Kathrin Zettel und zuletzt auch Nicole Hosp werden immer besser. Alles ist sicher etwas zusammengerückt."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen