Seit 2002 war die Salzburgerin praktisch durchgehend Mitglied der ersten Gruppe (Top-8) gewesen, aus der auch die Startnummer eins gelost wird.

Dorthin will sich die Siegerin von 33 Weltcup-Slaloms erst wieder zurückkämpfen.

"Freue mich wie selten zuvor"

"Natürlich habe ich überlegt, ob es g'scheit war in Schladming zu fahren. Aber ich würde es jederzeit wieder tun", erklärte Schild und gab sich extrem zuversichtlich, weil sowohl Knie als auch der früher notorisch schmerzende Rücken keine Probleme machen.

"Mit Nummer 17 zu fahren wird eine neue Herausforderung. Aber ich bin es gewohnt zu kämpfen und freue mich auf den Saisonbeginn wie selten zuvor", versicherte die Weltmeisterin von 2011.

Im Kampf zurück an die Slalom-Spitze will Schild aber keinesfalls taktieren und nur auf Punkte fahren. "Das funktioniert aber nicht", versprach sie deshalb jetzt schon vollen Angriff.

Sölden ist traditionell kein Thema

Der beginnt Mitte November in Levi, weil der Sölden-Riesentorlauf wie üblich kein Thema ist.

Den RTL bei der WM-Generalprobe in Beaver Creek Anfang Dezember will Schild aber bestreiten, deshalb geht es unmittelbar nach Levi auch nach Nordamerika.

Die Hauptziele sind aber Olympia und - natürlich - weiterhin der Slalom-Rekord von Vreni Schneider (34).

Am Geschmack gekommen

Ihre Schwester Bernadette wird im Slalom als Weltranglisten-Zehnte und damit vorerst sogar vor ihrer Schwester ins Rennen gehen können.

Gesichert hat sie sich diese Position auch mit dem ersten Weltcup-Podestplatz beim März-Finale in Lenzerheide.

"Wenn du einmal dort oben warst, willst du mehr denn je wieder hinauf", beschrieb die junge Salzburgerin ihre Gefühlslage.

Die 23-jährige mit der künstlerischen Ader pflegt außergewöhnliche Trainingsmethoden und lässt auch den Kopf nicht verkümmern. Im Studium der International Business Communication befindet sie sich im zweiten Semester.

Schröcksnadel im Stress

Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel traut seinen beiden Routiniers Raich und Schild noch viel zu.

"Nach Verletzungen dauert es ein oder zwei Saisonen, bis du wieder das volle Selbstvertrauen gefunden hast. Aber so erfahrene Athleten wie die beiden wissen genau, was sie brauchen. Und oft ist weniger mehr. Ich bin überzeugt, dass Benni und Marlies heuer noch ganz kräftig aufzeigen werden", erklärte der Verbandsboss, der in Wien von Termin zu Termin hetzt.

Am Dienstag führte er eine Einigung im Schwim-Zwist zwischen Dinko Jukic und dem OSV herbei, am Mittwoch stand noch eine Sitzung des ÖOC-Präsidiums im Terminkalender und am Donnerstag präsentiert Schröcksnadel in seiner Funktion als Sport-Koordinator seinen Olympia-Kader für Rio 2016.

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