Raich: Klappt's in Adelboden mit Erfolgserlebnis?

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Der Kampf um die WM-Tickets bei den ÖSV-Herren ist voll entbrannt.

Acht Rennen stehen noch im Kalender, ehe Sportdirektor Hans Pum und Chef-Trainer Mathias Berthold nach Kitzbühel und vor der Parallel-Show von Moskau das WM-Aufgebot bekannt geben.

Gefahren werden noch ein Riesentorlauf (Adelboden), drei Slaloms (Adelboden, Wengen, Kitzbühel), eine Super-Kombination (Wengen), ein Super-G (Kitzbühel) und zwei Abfahrten (Wengen, Kitzbühel).

Erst wenige Tickets vergeben

Im Lager der Österreicher können noch nicht viele Läufer für die Heim-Weltmeisterschaften auf der Planai planen.

Lokalmatador Klaus Kröll hat seine beiden Speed-Tickets wohl genauso fix wie Hannes Reichelt.

Max Franz muss nach seiner Verletzungspause zeigen, dass er wieder frisch, frech und frei drauf los fährt. Die ersten Trainingseindrücke des Kärntners waren zumindest vielversprechend.

Um die jeweils vierten Startplätze in Abfahrt und Super-G matchen sich Joachim Puchner und die junge Garde.

Mickrige 130 Weltcup-Punkte

Spannend wird es auch bei den Technik-Bewerben Riesentorlauf und Slalom. An Marcel Hirscher führt hier kein Weg vorbei, aber dahinter tobt ein brutaler Kampf um die begehrten WM-Startnummern.

Mittendrin, aber im Moment noch gar nicht gut dabei: Benjamin Raich.

Der Pitztaler hält im Weltcup bei mickrigen 130 Punkten, liegt damit nur auf dem enttäuschenden 24. Rang.

Nur die Super-Kombi ist fix

Sein erstes war in diesem Winter zugleich auch sein bislang bestes Ergebnis: der 8. Platz beim Weltcup-Auftakt in Sölden.

Danach schaffte es der 34-Jährige nicht mehr in die Top-Ten. Auffällig: Oftmals war Raich nach dem ersten Durchgang gut klassiert, fiel dann in der Entscheidung aber zurück.

Schwere Zeiten also für den Weltmeister, Olympia- und Gesamt-Weltcupsieger, der sich bislang nur seines WM-Starts in der Super-Kombination sicher sein kann.

Immer schnell am Chuenisbärgli

Aber halt: Jetzt kommen die Rennen in Adelboden – und im „Heidi“-Land war Raich immer schnell, wie ein Blick in die Statistik zeigt.

Drei Mal hat der Tiroler am Chuenisbärgli gewonnen, zuletzt 2009 den Riesentorlauf, je drei Mal wurde er Zweiter und Dritter.

Im Vorjahr gelang ihm auf „seinem“ Hang der erste Stockerlplatz nach seiner Kreuzband-Verletzung, genau diese Erfahrung gibt ihm jetzt die nötige Kraft.

Trumpf im Rennanzug?

„In der letzten Saison war es ähnlich, das gibt mir Kraft. Ich mag den Ort, mag den Hang und weiß, wie man hier schnell sein kann“, könnte die  erfolgreiche Adelboden-Vergangenheit ein möglicher WM-Trumpf im Ärmel von Raichs Rennanzug sein.

Die WM und der Kampf um die Tickets, betont der „Blitz aus Pitz“ jedenfalls gebetsmühlenartig, ist nach wie vor kein Thema.

„Daran verschwende ich keinen Gedanken. Es sind noch mehrere Rennen zu fahren und ich werde überall versuchen, gut zu fahren.“

 

Stephan Schwabl

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