Raich will Abfahrtssieg

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Raich geht auch mit 34 hoch motiviert in neue Saison

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Benjamin Raich hat noch lange nicht genug. 16 Jahre und 7 Monate nach seinem Debüt im alpinen Ski-Weltcup ist der Tiroler fit und motiviert wie in seinen besten Zeiten.

Großspurige Ankündigungen liefert Raich zwar auch im schon etwas reiferen Profisportleralter von 34 Jahren nicht, seine Ziele sind aber ganz klar definiert: der zweite Triumph im Gesamt-Weltcup nach 2006, der Premierensieg in der Abfahrt und natürlich eine erfolgreiche Heim-WM in Schladming.

Abfahrtssieg fehlt noch

"Die Ziele gehen mir sicher nicht aus", sagte Raich am Montag in Wien. Und das, obwohl der Pitztaler schon fast alles gewonnen hat, was es zu holen gibt: zweimal Olympia-Gold, drei WM-Titel, eine große und sechs kleine Weltcup-Kristallkugeln, 36 Weltcup-Siege in vier Disziplinen.

Jetzt schielt Raich auch Richtung Erfolg in der fünften Disziplin. "Ein Sieg in der Abfahrt fehlt mir noch. Ich habe mich deshalb in dieser Disziplin auch intensiver vorbereitet", berichtete Raich.

Seine besten Karriereplatzierungen in der Abfahrt waren Rang zehn 2006 in Kitzbühel und Platz fünf beim Weltcup-Finale 2012 auf der kommenden WM-Strecke in Schladming.

Tips von Walchhofer

"Da hat man gesehen, dass etwas möglich ist", erklärte Raich. Den Abfahrtsschwerpunkt hat Raich beim ÖSV-Sommercamp in Portillo/Chile gelegt, seine technischen Paradedisziplinen kamen aber in Ushuaia/Argentinien ebenfalls nicht zu kurz.

Um seinen Abfahrts-Traum zu verwirklichen, greift Raich auch auf das Know-how von Österreichs langjähriger Nummer eins Michael Walchhofer zurück.

"Walchi war gleich Feuer und Flamme von meiner Idee. Wir diskutieren über Material, Technik, Kurvengefühl und analysieren Videos", berichtete Raich. Als Teil seines Trainerteams könne man den Salzburger aber nicht bezeichnen. "Er liefert zusätzlichen Input."

Antreten in allen fünf Diszplinen

Gute Abfahrtsergebnisse kämen Raich natürlich auch bezüglich seiner Ambitionen im Gesamt-Weltcup sehr gelegen.

"Natürlich ist der Gesamt-Weltcup ein Ziel. Ich fahre alle fünf Disziplinen, damit ist die Basis gelegt. Aber man muss abwarten, ob man gesund bleibt und wie es läuft. Es klingt zwar langweilig, aber man muss von Rennen zu Rennen schauen. Anders geht es nicht", sagte Raich, der sich je nach Situation aber auch die eine oder anderen Rennpause gönnen wird.

Körper macht mit

Körperlich fühlt sich Raich trotz vieler hundert Rennstarts und Trainingstage in seiner Karriere blendend. Auch das linke Knie macht rund eineinhalb Jahre nach einem Kreuzbandriss keine Probleme.

"Ich fühle mich im Vergleich zu vor zehn Jahren sogar deutlich besser, ich habe keine Probleme mit dem Rücken und den Knien. Es läuft alles sehr gut", so Raich.

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