"Umfang nicht so hoch, um nicht blau zu gehen"

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Drei Tage in Ushuaia, vier auf der Reiteralm, vier in Kabdalis und zwei lockere in Levi.

So lautet der Slalom-Trainingsplan des Salzburgers Marcel Hirscher für den Auftaktbewerb am Sonntag in Levi.

Der Vorjahreserste des Weltcups nördlich des Polarkreises ist nach dem Sieg im Sölden-Riesentorlauf zum Saisonbeginn auch bereit für das erste Kräftemessen auf den kurzen Latten.

Gleiches Programm wie letztes Jahr

Wie im Vorjahr absolvierte Kugelgewinner Hirscher intensive Trainingstage auf der Kunstschneepiste im schwedischen Kabdalis, ehe er Donnerstagnachmittag mit dem Auto nach Finnland reiste.

"Wir haben perfekte Bedingungen und schönes Wetter. Dienstag war es ein bisschen nebelig und feuchter, aber jetzt ist es wieder knackig und eisig, echt super", sagte Trainer Michael Pircher zur APA, der annimmt, dass es in Levi ähnlich sein wird.

Nach dem erfolgreich verlaufenen Gletscherspektakel Ende Oktober auf dem Rettenbachferner ob Sölden widmete sich das Gespann ausschließlich dem Slalomtraining.

"Umfang nicht so hoch, um nicht blau zu gehen"

"Der Plan ist, dass wir diese Woche jeden Tag auf Schnee sind und am siebenten dann das Rennen fahren. Den Umfang halten wir nicht so hoch, um nicht blau zu gehen."

"Je nachdem, wenn es halbwegs passt, machen wir in Levi nicht allzuviel, damit Marcel am Renntag noch fit ist und spritzig und bei Kräften", erzählte Pircher.

Dass man für das Kräftemessen am Polarkreis bereit ist, das Hirscher 2013 vor Landsmann Mario Matt und dem Norweger Henrik Kristoffersen gewonnen hatte, womit exakt jenes Trio auf dem Podest stand, das auch bei Olympia in etwas ungekehrter Reihenfolge zuschlug, machte Pircher deutlich.

Viel los in Schweden

 

"Von mir aus könnte morgen das Rennen sein. Wir sind gut reingekommen. Das ist sehr positiv, war aber anzunehmen, denn im Vorjahr war das Programm nicht viel anders. Es schaut gut aus, keine Sorge, dass wir noch einen Tag mehr benötigen würden."

Im Vergleich zum Vorjahr trainierten heuer deutlich mehr Mannschaften in Kabdalis. "Es geht ziemlich rund", schilderte Pircher.

Der Trainingsaufenthalt im Vorjahr ist daher sicher kein Nachteil, auch nicht, dass der nunmehrige ÖSV-Slalomcoach Marko Pfeifer früher bei den Schweden tätig war.

Wer sind die Favoriten?

Bei so viel Betrieb darf man natürlich schon einen Nebenblick auf die Konkurrenz riskieren. "Da schaut man schon ein bisserl. Da werden aber noch viele Sachen probiert, da darf man sich nicht täuschen lassen. Aber nein, was ich sehe, das beunruhigt mich nicht", versicherte Pircher.

Allerdings trainierten die Schweden nicht zur gleichen Zeit wie die Österreicher in Kabdalis ("Andre Myhrer ist auf dem flachen Hang in Levi sehr stark einzuschätzen"), und auch Kristoffersen war dort nicht zu sehen.

"Es ist aber anzunehmen, dass es die meisten, die vergangenes Jahr stark waren, nicht verlernt haben werden. Und in Levi gibt es immer sehr gute Pisten, da ist auch für junge Leute und Fahrer mit Startnummern weit hinten noch was möglich", weiß der Hirscher-Coach.

Deutliche Minusgrade werden jedenfalls vorhergesagt.

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