"Slalom-Bestzeit wird es nicht"

Aufmacherbild
 

"Leicht wird es für uns nicht, das ist klar"

Aufmacherbild
 

Mit der Kombination erfolgt am Freitag der Startschuss zu den 85. Lauberhorn-Rennen in Wengen.

Österreichs Herren zählen in der Kombi nur zu den Außenseitern.

Baumann Hoffnungsträger

Ohne Benjamin Raich und Marcel Hirscher, die beide in Wengen nur im Slalom am Samstag starten, stellt das ÖSV-Team mit Romed Baumann nur einen echten Anwärter auf einen Spitzenplatz.

"Leicht wird es für uns nicht, das ist klar", meinte Cheftrainer Andreas Puelacher realistisch.

Die Kombi auf dem Lauberhorn ist den Österreichern zuletzt nie gelegen, seit 2007 wartet man auf einen rot-weiß-roten Stockerlplatz.

Um 10.30 Uhr steht die Abfahrt auf dem Programm, um 14.00 folgt der Slalom-Durchgang.

Die üblichen Verdächtigen

Die Topfavoriten sind Ted Ligety aus den USA und der Franzose Alexis Pinturault.

Die Schweizer Hausherren hoffen u.a. auf den amtierenden Olympiasieger Sandro Viletta.

Auch der Norweger Kjetil Jansrud wird versuchen, die aktuell 212 Punkte Rückstand im Gesamt-Weltcup auf Hirscher deutlich zu reduzieren.

Ivica Kostelic muss man auf dem Lauberhorn immer auf der Rechnung haben. Der 35-jährige Kroate feierte in Wengen bereits sechs Siege (vier im Slalom, zwei in der Kombi), hinzu kommen zwei zweite und vier dritte Plätze.

"Wengen hat mir schon sehr oft Glück gebracht, hoffentlich auch diesmal", meinte Kostelic, der im laufenden Winter allerdings noch ohne Top-15-Ergebnis ist.

Schlüssel zum Erfolg

Weniger Glück in Wengen hatte in der Kombi vor einem Jahr Baumann. Der Tiroler war auf dem Weg zu einem Podestplatz, verlor jedoch in der Abfahrt kurz vor dem Ziel-S seinen rechten Ski und krachte ins Sicherheitsnetz.

Der Schlüssel zum Erfolg ist für Baumann vor allem ein ansprechender Slalom. Und den traut sich der seit Mittwoch 29-Jährige unter bestimmten Umständen auch zu. "Eine Slalom-Bestzeit wird es zwar nicht. Aber bei einer halbwegs humanen Kurssetzung kann es ein solider Slalom für mich werden."

Auch Abfahrtsolympiasieger Mayer wird sich durch den Stangenwald wagen

Baumann hat die meisten seiner bisher größten Karriereerfolge in der Kombi gefeiert. Bei der Heim-WM 2013 holte er Bronze, seine bis dato einzigen beiden Weltcup-Erfolge fuhr er 2009 und 2012 ebenfalls in der Kombi ein.

Auf ungewohntem Terrain

Der beste Österreicher in der Wengen-Kombi vor einem Jahr war Matthias Mayer als Achter.

Der Abfahrts-Olympiasieger wird auch diesmal an den Start gehen und hat auch die WM-Kombi eingeplant. "Ich habe nur zwei Tage Slalom trainiert, dementsprechend rechne ich mir nicht sehr viel aus. Aber ich freue mich auf dieses Rennen", sagte Mayer, der dann in der Abfahrt am Sonntag zu den Topfavoriten zählt.

Neu ist seit dieser Saison übrigens die offizielle Bezeichnung des Bewerbs: der seit 2005 Super-Kombi genannte Wettkampf der Skiallrounder heißt nun offiziell Alpine Kombination.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen