Sieglos, aber optimistisch

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Wie schon vor zwei Jahren sind Österreichs Speed-Herren auch bei der Nordamerika-Tournee 2011 sieglos geblieben.

Dritte Abfahrts-Plätze durch Hannes Reichelt in Lake Louise und Klaus Kröll in Beaver Creek ließen die Burschen von Speedchef Andreas Evers aber dennoch zuversichtlich zurück nach Europa fliegen.

"In Summe passt es gut. Ich weiß nun, dass ich in beiden Gröden-Rennen ganz vorne mitfahren kann", zog Kröll eine zuversichtliche Bilanz aus den Rennen auf nordamerikanischem Kunstschnee, nicht gerade sein Lieblings-Untergrund.

"Insgesamt einen Schritt weiter"

Dass Mario Scheiber und Hans Grugger im Abfahrtsteam fehlen, ist merkbar. Zumindest in Kanada kompensierten das aber die jungen ÖSV-Fahrer prächtig.

Kröll ist auch überzeugt, dass trotz des Rücktritts von Michael Walchhofer das ÖSV-Abfahrts-Team stärker ist als im Vorjahr. "Wir sind insgesamt sicher einen Schritt weiter. Jetzt müssen wir aber weiter Gas geben, um auch bald wieder ganz oben zu stehen", appellierte der 31-jährige Steirer.

Als Botschaft eines (neuen) Teamleaders wollte Kröll das aber nicht verstehen. "Ich habe das sowieso nie so gesehen und diese Mannschaft braucht keinen, auf den sie schaut. Wir sind ohnehin fünf Ältere verglichen mit den ganz Jungen", erklärte Kröll. "Ich habe deshalb keinen Druck, lege mir selbst die Latte hoch genug."

Reichelt als positive Überraschung

Während Kröll, Georg Streitberger und die jungen Abfahrer noch am Sonntag die Heimreise nach Europa antraten, legt Hannes Reichelt in Beaver Creek noch zweimal im Riesentorlauf nach.

Der Salzburger ist die positive Überraschung der jungen Speedsaison, hat er sich doch als einer der stärksten ÖSV-Abfahrer etabliert. Ohne das Startpech in der Abfahrt und die kapitalen Fehler im Super-G wäre in Colorado deutlich mehr möglich gewesen als die Plätze zehn und fünf.

"Es war ein guter Start"

Auch Cheftrainer Evers war bewusst, dass seine Schützlinge in Europa bei wohl weit eisigeren Bedingungen als in den USA ganz stark einzustufen sein werden.

"Es haben hier in Nordamerika jeweils nur Hundertstel zum Sieg gefehlt", bilanzierte der Salzburger und gab sich überzeugt: "Es war auf jeden Fall ein guter Start. Und wenn wir auf diesem Weg bleiben, kommt der Sieg sicher bald."

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