ÖSV und Schladming um Beruhigung bemüht

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Ein Brief, ein Treffen und nun das Glätten der Wogen.

Nach dem "Gipfel" zwischen dem ÖSV und den Schladminger Interessensvertretern am Dienstagabend - genau 300 Tage vor der Ski-WM 2013 - gaben sich die Konfliktparteien am Mittwoch betont sachlich.

Der Zankapfel Tribünen scheint vorerst vom Tisch. Ohne Abriss sollen bei der WM rund 30.000 Zuschauer ins Stadion passen.

Mehr Zuschauer als St. Anton 2001

Kernthema des Treffens war die Zuschauermenge, die bei der WM ins Zielstadion passen soll.

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel hatte im Vorfeld mehrmals betont, er wolle die Ski-WM in St. Anton 2001 (350.000 Zuschauer) toppen. Das soll mit mehr Tribünenplätzen im Stadion gelingen.

Bisher waren rund 23.000 Plätze vorgesehen - exklusive jener am Streckenrand.

Tribünen müssen umgebaut werden

Da im Stadion aber die Atmosphäre am besten sei, "wünschte sich der Präsident dort eine Kapazität von 30.000", sagte Bürgermeister Jürgen Winter am Mittwoch.

Da ein teilweiser Abriss des neuen, zum Talstationsgebäude "Planet-Planai" gehörenden Stadion-Dachbogens für die Schladminger nicht infrage komme, wolle man diesen mit Tribünen um- und überbauen.

Schröcksnadel meinte, dass man sich erst ansehen müsse, ob die Konstruktion so funktioniere.

Schladming verzichtet auf Rückerstattung

Besprochen worden sei auch das Ansuchen der Schladminger um Rückerstattung der Bewerbungskosten für die WM 2013.

Die Rede sei laut Winter von etwa 2,5 Mio. Euro, die von der Region Schladming, dem Land Steiermark und dem Wintersportverein Schladming aufgestellt worden sind.

Da das Land mit dem größten Anteil nicht mehr mit einer Einbringung rechne, habe man auch seitens der Schladminger nun auf eine Rückerstattung verzichtet, so der Bürgermeister.

An Vertrag halten, den es nicht gibt

Schröcksnadel sagte, dass man sich im Gespräch geeinigt habe, "sich einfach an die Verträge zu halten".

Gemeint war u.a. der "Host-City-Vertrag" - doch den will Schladming nie unterzeichnet haben. Der ÖSV-Präsident entgegnete, dass eine Unterschrift gar nicht nötig sei, da der Vertrag mit einem Gemeinderatsbeschluss gültig sei.

In diesem Vertrag enthalten sind auch Haftungsfragen, die allerdings Dienstagabend nicht Gegenstand der Erörterungen gewesen seien, meinte Winter ergänzend.

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