Das Training ist nicht das Rennen

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Lindsey Vonn war in Lake Louise am Samstag auch in der zweiten Weltcup-Abfahrt der Damen nicht zu stoppen und feierte trotz keineswegs fehlerfreier Fahrt ihren 13. Sieg in der kanadischen Skistation.

Für den ÖSV blieb der achte Platz von Anna Fenninger als einziges Top-20-Resultat, doch Damen-Coach Mandl relativierte das auf dem Papier schwache Abschneiden und setzt auch auf die jüngeren Läuferinnen.

"Alle haben im Training schnelle Teilzeiten gehabt, das lässt mich hoffen für die nächsten Abfahrten."

"Görgl ist noch nicht so weit"

Elisabeth Görgl hat nach ihren Knieoperationen vom April und dem verpassten Sommertraining in Neuseeland in der Abfahrt noch Aufholbedarf.

"Sie ist noch nicht so weit, dass sie in der Abfahrt mit Selbstvertrauen agieren kann und locker fährt", erklärte der Damen-Rennsportchef nach dem 29. Platz der steirischen Weltmeisterin von 2011, die in der Vorsaison die beste Österreicherin in dieser Disziplin war.

"Es hat in der US-Vorbereitung bei ihr schon ganz gut ausgeschaut, aber das im Rennen zu bringen, ist schwierig."

Es fehlt die Dichte

Mandl wies darauf hin, dass die jüngeren ÖSV-Damen erneut durch die Bedingungen benachteiligt waren ("Ab Nummer 22 waren die Verhältnisse nicht mehr danach, um unter die Top Ten zu fahren"), dass die Abfahrt die aktuell schwächste Disziplin sei, sei aber nicht zu leugnen.

"Da sind wir von der Dichte her am schlechtesten aufgestellt", sagte Mandl.

"Vonn frustriert die anderen"

Er gratulierte Fenninger ("Sie hat ihre Leistung gebracht") und fügte hinzu, dass Andrea Fischbacher (28.) nach Rückenproblemen noch das nötige Selbstvertrauen fehle. Die Entwicklung sei jedoch bei allen positiv.

"Ich nehme den positiven Eindruck aus dem Training mit", betonte der Niederösterreicher.

Vonn gestand auch er eine Sonderstellung zu. "Es ist frustrierend für die anderen Athletinnen, welchen Speed Lindsey nach einem Steher entwickeln kann."

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