Maze sieht nur noch kugelrund

Aufmacherbild
 

Maze greift nach der nächsten Weltcup-Kugel

Aufmacherbild
 

Die große Kristallkugel für den Gewinn der Gesamtwertung im alpinen Ski-Weltcup hat sich Tina Maze schon vergangenes Wochenende gesichert.

Beim Speed-Wochenende in Garmisch greift die Slowenin nach der nächsten Kugel.

Maze könnte sich bei den zwei Super-Gs am Freitag (11:15 Uhr) und Sonntag (12:15) nach WM-Gold auch vorzeitig die Disziplin-Wertung holen.

Gut in Schuss zeigte sich auch Anna Fenninger bei der Rückkehr auf die Kandahar-Strecke, auf der sie vor zwei Jahren WM-Gold in der Super-Kombination geholt hatte.

Trainingsleistung umsetzen

Eingebettet zwischen die zwei Super-Gs wird am Samstag (10:30) die vorletzte Abfahrt der Saison gefahren.

In den beiden Trainingsläufen dafür war einmal Fenninger und einmal Maze die schnellste.

"Die Strecke präsentiert sich, sehr, sehr gut. Das taugt mir, ich glaube, das sieht man. Ich komme gerne nach Garmisch, ich fühle mich wohl und versuche das umzusetzen", erklärte Fenninger.

Zurück im Gold-Ort

Kein Wunder, hat die Salzburgerin doch in Garmisch vor zwei Jahren ihren großen Durchbruch geschafft.

"Nicht nur wegen der WM, es war vorher auch schon so", erklärte Fenninger, die im Vorjahr den Garmisch-Super-G auf Platz zwei beendet hatte.

In der laufenden Saison hat die 23-Jährige in dieser Disziplin zwei Podestplätze zu Buche stehen, allerdings auch einen Ausfall und Rang 17 in Cortina.

Fenninger braucht "Wunder"

Bei 136 Punkten Rückstand auf Maze ist die Chance auf die kleine Kristallkugel nur noch theoretisch, weiß Fenninger.

"Um eine Kugel gewinnen zu können muss man in jedem Rennen vorne dabei sein und darf sich keine Ausfälle leisten. Ich habe schon zwei gute Super-G gezeigt, bin aber auch schon ausgefallen. Ich glaube nicht, dass es sich noch ausgeht", erklärte Fenninger.

Für sie gilt: "Ich versuche, die letzten Woche im Weltcup zu genießen. Weil es war eine gute Saison, und ein bisschen eine Draufgabe möchte ich mir schon setzen."

Vonn mischt nicht mehr mit

Die große Favoritin auf den Disziplinen-Weltcup ist Maze, auch wenn ihr Vorsprung nur vier Punkte beträgt.

Allerdings auf die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die wegen einer bei der WM in Schladming erlittenen Verletzung die Saison vorzeitig beenden musste.

Auf die drittplatzierte Julia Mancuso hat Maze einen Polster von 65 Zählern, auf die Deutsche Viktoria Rebensburg schon 96.

"Bin stolz auf die Saison"

Die Super-G-Kugel war von Beginn weg eines der Ziele der Slowenin. "Ich habe schon bei Saisonbeginn gesagt, das kann ich gewinnen", gestand Maze, die schon jetzt überaus positiv bilanzieren kann.

Doch das will sie erst nach dem Finale in Lenzerheide (13. bis 17. März).

"Ich bin sehr stolz auf diese Saison, aber ich muss bis Ende der Saison ruhig und sehr konzentriert bleiben. Die Saison ist unglaublich, das weiß ich. Ich will nicht jetzt feiern, sondern am Ende", betonte sie.

Gerechnet wird nicht

Der Rekord von Hermann Maier aus der Saison 1999/2000 mit 2.000 Weltcup-Punkten wackelt aber gewaltig, hat Maze doch schon 1.844 Zähler auf dem Konto.

"Die Mathematik kommt am Schluss", wollte sich Maze auf keine Rechenspiele einlassen.

Daher ist ihr Ziel, in Garmisch den "Fokus zu haben, schnell zu fahren. Ich bin nicht mehr so frisch wie am Saisonstart, das macht Rennen für mich schwieriger. Heute hat es gut geklappt, das ist eine gute Vorbereitung", meinte sie nach der Trainingsbestzeit am Donnerstag.

Locker ins Rennen gehen

Stark präsentierte sich in den Trainingsläufen auch Regina Sterz. Die 27-jährige Tirolerin belegte die Plätze vier und drei.

"Die Piste präsentiert sich extrem gut. Ich habe ein paar Fehler gemacht, ein bisschen Zeit liegen gelassen. In Meribel (Platz 5 in der Abfahrt) habe ich das vom Training umzusetzen können, ich werde das auch hier versuchen", sagte Sterz.

Ihr Rezept: "Ich werde schauen, dass ich mit der gewissen Lockerheit ins Rennen gehe."

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen