Die "Ski-Zicke" als Rock-Lady

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Maze: "Ski-Zicke" lässt es als Rock-Lady krachen

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Tina Maze lässt es rechtzeitig zum Saisonstart in Sölden krachen!

Und das nicht nur zwischen roten und blauen Toren, sondern als Rock-Lady.

Am Samstag, wenn am Rettenbachferner der erste Riesentorlauf der Saison über die Bühne geht, werden die Ski-Fans die Slowenin auch von einer ganz neuen Seite kennen lernen.

Dann wird die 29-Jährige das Video zu ihrem Song „My way is my decision“, auf Deutsch „Mein Weg ist meine Entscheidung“, auf YouTube hochladen.

Sommer-Picknick mit Folgen

„Gibt es eine bessere Möglichkeit, als meine Fans mit einem Song daran zu erinnern, dass mein Rock'n'Roll bald wieder beginnt?“, fragt Maze in ihrem Blog und gibt im Gespräch mit LAOLA1 auch gleich die Antwort.

„Ich hoffe, dass es den Leuten gefällt. Für mich ist es der Anfang eines neuen Kapitels, das mir sehr viel Spaß gemacht hat und gleichzeitig der Startschuss für eine neue, hoffentlich erfolgreiche Saison.“

Mit Marcel Hirscher, der im Zuge der Verleihung des "Skieur d'Or" kurz reinhören konnte, hat sie auch schon einen prominenten Fan.

"Nicht schlecht", befand das ÖSV-Aushängeschild.

Alles schnell erledigt

Aber wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Die Idee für den Song entstand beim traditionellen Team-Picknick, das die Nummer 2 im Gesamt-Weltcup hinter Lindsey Vonn immer im Sommer für ihre Betreuer, Freunde und Sponsoren schmeißt.

Der slowenische Sänger Matjaz Jelen überraschte Maze mit einem ganz persönlichen Geschenk: Er sang ihr ein selbstgeschriebenes Lied über ihre bewegte Karriere.

Gesagt, getan, gesungen

„Irgendwann hat er gemeint, dass ich es doch eigentlich auch selbst singen könnte.“

Gesagt, getan, gesungen. Schon bald stand Maze, die im Weltcup den Ruf der "Zicke" hat, im Tonstudio.

Ein paar Tage später hielt das „Naturtalent“ die erste CD mit einem eigenen Song in Händen. Das dazugehörige Video war in wenigen Stunden abgedreht.

Hilfe in schweren Trainingsstunden

„Der Song ist voller Energie, hat viel Dynamik und eine gute Botschaft“, freut sich Maze über das Ergebnis. Das Training hatte unter dem Ausflug ins Gesangsfach nicht zu leiden, im Gegenteil

„Dass wir einen Song für mich kreieren, hat mir in den schwersten Trainingseinheiten geholfen. Das war ein richtiger Turbo für mich“, so die amtierende Riesentorlauf-Weltmeisterin von Garmisch-Partenkirchen.

Dort steuerte mit der Österreicherin Elisabeth Görgl eine Rennläuferin den offiziellen WM-Song „Between Heaven and Hell“ bei.

Sportdirektor Kosir als Vorbild

Mit Jure Kosir, dem ehemaligen Weltcup-Läufer und heutigen Sportdirektor, hat Tina Maze auch im slowenischen Verband ein singendes „Vorbild“.

Der ehemalige Slalom-Spezialist fühlte sich aber mehr im Rap beheimatet. Sein größter Hit: „Manchmal fahre ich schnell Ski, manchmal langsam“.

Wie schnell Tina Maze in dieser Saison unterwegs ist, werden wir am Samstag sehen.

 

Stephan Schwabl

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