Maze: "Ich beginne jetzt sicher nicht zu rechnen"

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"Anna war nicht zu schlagen", zog die Zweitplatzierte Tina Maze ihre lila Haube.

"Sie ist in beiden Durchgängen durch die Tore geflogen", staunte auch Tessa Worley über die tolle Performance von Anna Fenninger im Riesentorlauf am Semmering.

Auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem ersten Weltcup-Sieg in Lienz schlug die Salzburgerin also ein zweites Mal zu.

Bei LAOLA1 spricht die frischgebackene Siegerin über ihr Erfolgsrezept, den schwierigen Aufbau von Selbstvertrauen, scharfe Kanten und den Pokal für den Kleiderschrank.


LAOLA1: Hast du eine Erklärung dafür, warum es zum zweiten Mal in Folge am 28. Dezember mit einem Weltcup-Sieg geklappt hat?

Anna Fenninger (lacht): Ich weiß auch nicht, warum es gerade dieser Tag so in sich hat. Es ist ein bisschen verrückt. Ich habe mich vor dem Rennen sehr gut gefühlt, war mir meiner Sache zu einhundert Prozent sicher und habe im ersten Lauf eine super Fahrt erwischt.

LAOLA1: Hast du schon während deiner Fahrt gespürt, dass der Lauf Bestzeit-Potenzial hat?

Fenninger: Ja, denn ich konnte richtig attackieren, habe schon oben das passende Rezept für den flachen Teil gefunden. Heißt zum Tor hin gut arbeiten und nach dem Tor den Ski auslassen, freigeben. Mein Schwung passt im Moment sehr, sehr gut, das macht sich jetzt zum Glück bemerkbar.

"Anna war nicht zu schlagen", zog die Zweitplatzierte Tina Maze ihre lila Haube.

"Sie ist in beiden Durchgängen durch die Tore geflogen", staunte auch Tessa Worley über die tolle Performance von Anna Fenninger im Riesentorlauf am Semmering.

Auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem ersten Weltcup-Sieg in Lienz schlug die Salzburgerin also ein zweites Mal zu.

Bei LAOLA1 spricht die frischgebackene Siegerin über ihr Erfolgsrezept, den schwierigen Aufbau von Selbstvertrauen, scharfe Kanten und den Pokal für den Kleiderschrank.


LAOLA1: Hast du eine Erklärung dafür, warum es zum zweiten Mal in Folge am 28. Dezember mit einem Weltcup-Sieg geklappt hat?

Anna Fenninger (lacht): Ich weiß auch nicht, warum es gerade dieser Tag so in sich hat. Es ist ein bisschen verrückt. Ich habe mich vor dem Rennen sehr gut gefühlt, war mir meiner Sache zu einhundert Prozent sicher und habe im ersten Lauf eine super Fahrt erwischt.

LAOLA1: Hast du schon während deiner Fahrt gespürt, dass der Lauf Bestzeit-Potenzial hat?

Fenninger: Ja, denn ich konnte richtig attackieren, habe schon oben das passende Rezept für den flachen Teil gefunden. Heißt zum Tor hin gut arbeiten und nach dem Tor den Ski auslassen, freigeben. Mein Schwung passt im Moment sehr, sehr gut, das macht sich jetzt zum Glück bemerkbar.

Jagd auf Vreni Schneider

Weitere Rekorde, die für Maze in dieser Saison noch möglich sind: Den Sieg-Rekord teilen sich die Schweizerinnen Vreni Schneider (1988/89) und Sonja Nef (2000/01) mit je sechs Erfolgen in einem Winter.

Die Stockerl-Bestmarke im „Riesen“ liegt bei sieben und wurde in der langen Geschichte des Weltcups insgesamt zehn Mal aufgestellt.

Bei noch drei ausstehenden Weltcup-Riesentorläufen könnte Maze, vorausgesetzt ihr Höhenflug geht in dieser Flughöhe weiter, auch diesen Rekord für sich alleine haben.

"Wollte gerne mehr zeigen"

Was Ted Ligety bei den Herren ist Maze bei den Damen.

Die Führende im Gesamt-Weltcup dominierte zu Saisonbeginn die „Mutter aller Disziplinen“ nach Belieben, gewann die ersten vier Rennen, in Are wurde sie vor Weihnachten Dritte und jetzt am Hausberg der Wiener Zweite.

Und das, obwohl sie den ersten Durchgang nicht optimal erwischte.

„Ich bin schlecht gestartet und habe gleich oben im Flachen viel Zeit verloren. Deshalb bin ich nicht unglücklich mit dem zweiten Platz. Auch wenn es nicht das war, was ich den Leuten zeigen wollte.“

Hitparaden- und Weltcup-Sturm

Denn ihretwegen waren viele Fans extra aus Slowenien angereist, aus Klagenfurt kam gar eine ganze Musik-Kapelle von Kärntner Slowenen nach Niederösterreich, die nur für sie aufspielte.

Allerdings nicht den Maze-Song „My Way Is My Decision“, mit dem sie in ihrer Heimat die Hitparade stürmte.

Bei ihrem Sturmlauf zum Gesamt-Weltcup ist die 29-Jährige wohl nicht mehr zu stoppen.

Ihr Vorsprung auf die Deutsche Maria Höfl-Riesch, ihre erste Verfolgerin, beträgt bereits 417 Punkte.

Vonn arbeitet am Comeback

Gratulationen nimmt sie aber trotz Riesenvorsprung noch keine entgegen.

„Die Saison ist noch lang, da kann sehr viel passieren. Ich beginne im Dezember sicher nicht zu rechnen. Es muss nur eine Konkurrentin einen solchen Lauf kriegen wie Ivica Kostelic vor zwei Jahren“, will sich Maze auf ihrem komfortablen Vorsprung nicht ausruhen.

Nach LAOLA1-Informationen arbeitet Lindsey Vonn mit ihrem Betreuerteam und einigen Spezialisten bereits an einer Rückkehr in den Weltcup-Zirkus.

Schon in St. Anton könnte die zuletzt arg gebeutelte US-Amerikanerin ihre Skier wieder anschnallen.

Bei 585 Punkten Rückstand bräuchte sie aber ein „Vonn-der“, um Maze noch abzufangen.

Keine Gedanken an Maier-Rekord

Die wiederum hält vor dem samstägigen Flutlicht-Slalom am Semmering bei 999 Punkten.

Wackelt bei noch 21 ausstehenden Rennen gar der von Hermann Maier im Winter 1999/2000 aufgestellte Rekord von 2.000 Weltcup-Punkten, dem Vonn in der letzten Saison vergeblich hinterher jagte?

„Darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken. Solche Meilensteine müssen passieren!“

Sie selbst schaut weiter nur von Rennen zu Rennen. „Es sind nicht die Rekorde, die mich stark machen, es ist die Art und Weise wie ich skifahre.“

 

Stephan Schwabl

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