Der Ärger nach dem Blindflug

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"Das war irregulär, das muss man ganz klar sagen"

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Die chaotische erste Abfahrt der alpinen Ski-Frauen in Lake Louise hat am Freitag im ÖSV-Lager für Ärger gesorgt.

"Das war irregulär, das muss man ganz klar sagen", meinte ÖSV-Cheftrainer Herbert Mandl nach dem Blindflug zahlreicher Athletinnen durch Nebel und Schneefall.

Mit Ausnahme von Stefanie Moser (5.) landeten die Österreicherinnen im von US-Star Lindsey Vonn gewonnenen Rennen im geschlagenen Feld.

"Hätte man längst abbrechen müssen"

"So etwas geht auf Kosten der Athletinnen und des Sports. Die Verhältnisse waren so unterschiedlich, dass es kein faires Rennen war", sagte Mandl, der das Ergebnis deshalb auch nicht groß analysieren wollte: "Ich möchte und kann den Athletinnen keinen Vorwurf machen. Lizz (Görgl, Anm.) musste sich bei 100 km/h mit der Hand über die Brille wischen. Und die Anna (Fenninger, Anm.) fuhr komplett durch den Nebel. Da hätte man das Rennen längst abbrechen müssen."

Mit Humor nahmen die Österreicherinnen die Tatsache, dass ausgerechnet "Miss Lake Louise" Vonn das größte Wetterglück und somit die beste Sicht hatte.

"Lindsey hat einen Vertrag mit dem Wettergott", meinte Görgl, die nicht über Platz 21 hinauskam.

Höfl-Riesch: "Vonn in einer eigenen Liga"

"Ich hätte gerne die Startnummer gleich hinter ihr, dann wär's bei mir auch einmal hell", sagte Andrea Fischbacher, die 31. wurde.

Die drittplatzierte Deutsche Maria Höfl-Riesch meinte trotz des Wetterglücks angesichts der Überlegenheit von Vonn: "Lindsey fährt hier einfach in einer eigenen Liga. Vielleicht sollten wir sie doch gegen die Herren antreten lassen."

Ein dementsprechender Wunsch von Vonn war ja vor wenigen Wochen vom Weltverband (FIS) abgelehnt worden.

In Lake Louise hält die 28-Jährige bei mittlerweile zwölf Weltcup-Erfolgen.

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