Das geht zu weit

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Russi-Sprung geht zu weit

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Zur Weitenjagd ist am Mittwoch das erste Training für die Abfahrt der alpinen Ski-Herren in Kvitfjell mutiert.

Der Russi-Sprung auf der Olympiapiste von 1994 bereitete nicht nur dem um den Gesamtweltcup kämpfenden Schweizer Beat Feuz Probleme.

Tagesschnellster war bei blauem Himmel und Sonnenschein der norwegische Lokalmatador Kjetil Jansrud unmittelbar vor dem besten ÖSV-Athleten Klaus Kröll, der 0,96 Sek. Rückstand aufwies. Hannes Reichelt reihte sich als Sechster (+1,61 Sek.) ein.

Nicht mit Hirscher

Am Donnerstag (11:00 Uhr) steht ein zweites Training auf dem Programm. In Kvitfjell werden mit zwei Super-Gs (Freitag, Sonntag) und einer Abfahrt (Samstag) drei Speed-Rennen ausgetragen.

Weltcup-Spitzenreiter Marcel Hirscher lässt die Station in Norwegen aus, um sich auf die technischen Disziplinen in Kranjska Gora am 10./11. März zu konzentrieren.

Aktuell liegt der Salzburger 92 Punkte vor dem rekonvaleszenten Kroaten Ivica Kostelic und 95 vor Feuz.

Sprung abgegraben

Das erste Training am "weißen Berg" wurde für die Läufer zur Geduldsprobe.

Erstmals pausieren musste man nach der Fahrt von Feuz, der nach einem gewaltigen Satz auf dem Russi-Sprung drei Tore auslassen musste und nach einer lockeren Fahrt mit über sieben Sekunden Rückstand im Ziel abschwang.

Der Streckenteil wurde danach abgegraben, da im Rennen voraussichtlich noch höhere Geschwindigkeiten gemessen werden.

Läufer denken verschieden

Auch danach erwies sich die Passage mit Landungen bei über 60 Meter als spektakulär.

"Mir taugen solche Sprünge schon. Ich habe auch kein Problem beim Landen gehabt", meinte Kröll, der "bei gefühlsmäßigen 70 Metern" wieder Boden spürte. Weniger begeister war nach seiner "Besichtigungsfahrt" hingegen sein Teamkollege Reichelt:

"Der Sprung ist nach wie vor ziemlich weit mit einem hohen Luftstand, das ist nicht schön für den Körper. Ich hoffe, da tut sich noch etwas."

Stets ein gutes Gefühl

Österreichs heißestes Eisen dürfte Kröll sein, gilt der Steirer doch als Kvitfjell-Spezialist. Im Vorjahr wurde er in der Abfahrt hinter Michael Walchhofer sowie im Super-G hinter Didier Cuche jeweils Zweiter.

"Ich sehe dem Wochenende sehr positiv entgegen. Ich fahre hier jedes Jahr sehr gut, das ist natürlich im Hinterkopf. Ich fühle mich sehr wohl auf der Strecke und versuche, das auszunutzen", sagte der Zweite im Abfahrtsweltcup.

26 Punkte fehlen Kröll (469) auf Cuche (495). Der Schweizer Altstar beendete das Herantasten als Dritter.

Scheiber lässt aus

Neben Kröll und Reichelt klassierten sich im ersten Training auch Georg Streitberger (8.) und Johannes Kröll (9.) in den ersten zehn. Nicht am Start war Mario Scheiber, der aufgrund von Magen-Darm-Problemen verzichtete.

Ärgern mussten sich die Läufer über nicht funktionierende Funkgeräte an der Strecke. Auch diese sorgten für eine längere Unterbrechung.

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