Lokalmatadorin startet in Rot

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ÖSV-Damen mit Heimvorteil in den Jahresausklang

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Im Tiroler Kühtai statt vor den Toren Wiens gehen Sonntag und Montag nach der Semmering-Absage die traditionellen Silvester-Weltcuprennen der Damen 2014 in Szene.

Es ist das dritte Riesentorlauf/Slalom-Double der Damen im WM-Winter nach Aspen und Aare und der Heimvorteil kommt für die starken ÖSV-Damen gerade recht. Denn gerade in Österreich lief es für sie zuletzt immer besonders gut.

Die ersatzweise Ausrichtung am 28. und 29. Dezember sorgt im Sellrain freilich für einen Ausnahmezustand. Die kompletten Renn-und Zuschauer-Installationen mussten innerhalb einer Woche - und das während der Weihnachtsfeiertage - vom schneelosen Semmering in das ausgebuchte Skigebiet 40 Kilometer von Innsbruck gebracht und dort aufgebaut werden.

Gute Vorzeichen

Die ÖSV-Damen wollen die intensiven Bemühungen mit starken Leistungen honorieren und die Vorzeichen für ein Gelingen sind trotz Wintereinbruch und Schneefall gut.

Denn speziell bei den Österreich-Rennen kurz vor dem Jahreswechsel lief es zuletzt nahezu perfekt. Seit 2009 gab es in Lienz bzw. am Semmering jeweils zumindest einen ÖSV-Sieg, alleine Marlies Schild und Anna Fenninger haben von zehn Rennen seitdem gleich sieben gewonnen.

Ins Kühtai kommen die ÖSV-Ladies fünf Wochen vor den Übersee-Weltmeisterschaften zudem mit einer Mannschaft, in der Lokalmatadorin Eva-Maria Brem die Riesentorlauf-Wertung anführt und mit Fenninger (3.) und Kathrin Zettel (6.) zwei weitere ÖSV-Damen in den Top sechs aufscheinen. "Kombi-Favoritin" auf die meisten Punkte in beiden Rennen ist als Siegerin von Levi (Slalom) und Aare (Riesentorlauf) allerdings die im Weltcup führende Slowenin Tina Maze.

Beeindruckende Serie

Während am Montag im Slalom (10.00/13.00 Uhr) vor allem Nicole Hosp an ihren Comeback-Sieg von Aspen anschließen will, kämpfen am Sonntag (10.00/13.15 Uhr) Brem, Fenninger, Zettel usw. auch um die Fortsetzung einer beeindruckenden Serie.

Zuletzt stand im Dezember 2013 in Val d'Isere keine Österreicherin auf einem Riesenslalom-Podest. Seitdem haben Fenninger (5) und Brem (1) gleich sechs der sieben GS-Bewerbe gewonnen.

Alleine in der laufenden Saison haben die ÖSV-Damen fünf von neun RTL-Podestplätzen geholt.

Görgl hochmotiviert

Fenninger kann am Sonntag zudem als erste Fahrerin seit zehn Jahren (Anja Pärson 2004) in einem Kalenderjahr fünf Riesenslaloms gewinnen.

Die Salzburger Weltcup-Titelverteidigerin hat sich vor der kurzen Weihnachtspause als Zweite des Super-G von Val d'Isere hinter Elisabeth Görgl Selbstvertrauen zurückgeholt.

Dass mit Brem (Riesentorlauf Aspen) und Hosp (Slalom Aspen) zwei Tirolerinnen und mit Görgl eine Wahl-Innsbruckerin in diesem Winter bereits Siege geholt haben, sollte der Veranstaltung in den Stubaier Alpen gut tun. Die einstige Edeltechnikerin Görgl will nach ihrem starken Speed-Auftritten zuletzt in Frankreich mit Sieg im Super-G und Platz zwei in der Abfahrt zudem zeigen, dass sie auch im Riesenslalom wieder im Aufwind ist. Das Kühtai ist zudem ein bevorzugtes Trainingsgebiet der Steirerin. Schon einen Tag nach Weihnachten stand "Lizz" dort wieder auf den Brettern.

Brem freut sich auf "zu Hause"

Brem tritt erstmals zu Hause im roten Trikot an. "Kühtai ist für mich fast vor der Haustür und ein echtes Heimrennen", sagte die 26-Jährige. Die Münsterin muss im Kühtai erstmals zu Hause mit dem Druck der Mit-Favoritin zurechtkommen.

"Ich habe keine Vorstellung, was das bedeutet. Ich denke darüber aber auch nicht nach. Ich freue mich extrem, dass es so ist", sagte sie vor dem großen Heimauftritt.

Die Tirolerin fährt in der Form ihres Lebens und hat in Aspen ihren ersten Weltcupsieg gelandet, danach als Dritte in Aare nachgelegt. "Aare war extrem wichtig. Es hat mir total den Druck genommen und gezeigt, dass es auch nach dem Sieg super klappt. So möchte ich einfach weitermachen."

Zettel etwas traurig

Extrem stark fuhr bisher auch Kathrin Zettel. Die zweifache Semmering-Siegerin kommt nach der Absage ihrer Heimrennen mit einer kleinen Träne im Knopfloch nach Tirol. "Mir ist schon sehr leid um Semmering, weil es sehr spezielle Rennen für mich sind und waren", gestand die Göstlingerin.

Letztlich überwog aber auch bei Zettel die Freude. "Ich freue mich, dass die Rennen überhaupt stattfinden und wir sie zu Hause in Österreich fahren können. Das Gelände ist sehr anspruchsvoll und wieder mal etwas Neues. Das ist sehr gut so und taugt mir", sagte Zettel. "Kühtai finde ich wirklich sehr gut."

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