WM-OK-Direktor Zitz hofft "auf gute Lösung"

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Im Schladminger Hexenkessel brodelt es derzeit auch ohne 50.000 Zuschauer beim Slalom-Nightrace:

Ein Schreiben der Schladminger an den Österreichischen Skiverband (ÖSV) ist der Auslöser. Darin geht es zehn Monate vor der Alpinen Ski-WM 2013 um Haftungsübernahmen und Teilabrisspläne für das erst neu errichtete Planai-Stadion. Dienstagabend findet nun ein "Krisentreffen" in Schladming statt.

Offene Baustellen

Schon beim Weltcup-Finale im vergangenen März war offensichtlich geworden, dass es noch einige offenen "WM-Baustellen" in Schladming gibt und u.a. Teile der neu gebauten Talstation (Planet-Planai) nicht mit den geplanten WM-Tribünen vereinbar sind.

In dem Brief, der von Gemeinde Schladming, Tourismusverband und den Planai-Bahnen verschickt wurde, ging es auch um die Möglichkeit einer Haftungsübernahme, sollte es zu groben Ausfällen beim Skibetrieb infolge der WM kommen. Ein teilweiser Umbau oder Abriss des hypermodernen Planet-Planai zugunsten von Tribünen wird abgelehnt.

Bürgermeister lehnt Teilabriss ab

Wie der Schladminger Bürgermeister Jürgen Winter gegenüber der APA - Austria Presse Agentur am Dienstag sagte, gehe es in dem Schreiben allgemein um noch offene Punkte. Er schließe nicht aus, dass die Planai-Bahnen Forderungen in Form von Ausfallshaftungen stellen würden.

Zu Überlegungen eines Teilabrisses meinte Winter, dies sei nicht im Sinne der Gemeinde, und er sei überzeugt, dass hier eine intelligente Lösung möglich sei. Außerdem habe der ÖSV im Bauausschuss für das Stadion mehrmals bestätigt, dass die Pläne passen:

"Ich sehe nicht ein, warum es nun wieder anders sein soll. Schließlich wurde mit gutem Geld gebaut". Winter räumte auch ein, dass nicht immer der gleiche Zugang zu Problemlösungen bestehe - er wolle das Beste für die Schladminger, der ÖSV für den Verband.

"Hoffen auf gute Lösung"

Wirkliche Details wollten keine der teilnehmenden Gipfel-Parteien nennen. Reinhold Zitz, WM-Organisations-Direktor, bestätigte auf Anfrage lediglich den Termin um 18.00 Uhr und sagte: "Wir hoffen auf eine gute Lösung."

Aus den Büros von Landeshauptmann Franz Voves (S) und LHStv. Hermann Schützenhöfer (V) hieß es, dass es sich um ein "Routinetreffen" und ein "internes Gespräch" zwischen ÖSV und Schladminger Organisatoren handle. Die beiden Regierungspolitiker seien nur dabei, da das Land Steiermark Hauptgeldgeber sei.

Schröcksnadel beschwichtigt

Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel wollte das Treffen nicht als "Krisengipfel" bezeichnen. "Dieses Gespräch ist schon bei der Vor-WM ausgemacht worden, es geht um Stärken- und Schwächeanalysen. Dabei bleibt es", sagte der Tiroler am Dienstag in Wien, wo er im Innenministerium der Ehrung verdienter Polizeisportler wie Christoph Sumann, Reinfried Herbst, Andreas Kofler, Andreas Prommegger oder Daniela Iraschko beiwohnte.

Laut Schröcksnadel wird in Schladming "alles besprochen was die WM betrifft, andere Dinge nicht. Es muss sich jeder nur an den Vertrag halten, dann sind alle Probleme gelöst. Es geht eben nicht, dass man hinterher etwas anderes will als bei der Bewerbung." Zum Thema Teilabriss ergänzte der Präsident: "Da geht es um Komfort, das ist eine Frage der Schladminger."

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