Kitzbühel-Kombi als Flutlicht-Spektakel?

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Die FIS kämpft um die Super-Kombination. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Hahnenkamm-Rennen.

Der Ski-Klub Kitzbühel wehrte sich in der Vergangenheit dagegen, die "klassische“ Kombination durch eine Super-Kombi zu ersetzen. Nun deutet viel daraufhin, dass 2013 zum letzten Mal Weltcup-Punkte für die Hahnenkamm-Kombi vergeben werden.

"Hahnenkamm-Kombi älter als der Weltcup"

Seit Einführung der Super-Kombi im Jahr 2005 versucht die FIS Jahr für Jahr, die Kitzbüheler zu überreden, den modifizierten Bewerb ins Renn-Programm aufzunehmen.

Die Bemühungen blieben erfolglos, Kitzbühel bestand auf der Tradition. Auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel stand zu dieser Entscheidung. Denn: "Die Hahnenkamm-Kombination ist älter als der Weltcup.“

Tatsächlich finden die Hahnenkamm-Rennen bereits seit 1931 statt, Weltcup-Bewerbe gibt es erst seit 1967. Und streng genommen darf sich nur der Kombinations-Sieger als Hahnenkamm-Sieger bezeichnen.

Exklusivität als Trumpf

Nun scheint aber die Beharrlichkeit der FIS Wirkung zu zeigen. 2013 bleibt zwar alles beim Alten – obwohl im provisorischen Kalender bereits eine Super-Kombi für Freitag angesetzt war.

2014 soll es aber zur Änderung kommen. Bei der Herbsttagung der FIS war die Zukunft der Super-Kombi ein Thema.

Stand im letzten Winter noch das Aus des jungen Bewerbs im Raum, setzt der Ski-Verband nun auf Exklusivität. Im Weltcup sollen Super-Kombis nur in Wengen und Kitzbühel stattfinden. Bei Großereignissen soll es weiterhin um Medaillen gehen.

"Durch diese Exklusivität gewinnt die Superkombination an Wert, wenn sie nur noch an Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften, in Wengen und Kitzbühel durchgeführt wird“, wird FIS-Renndirektor Günter Hujara bei "skionline.ch" zitiert.

Kombi-Slalom als Nacht-Rennen?

In Kitzbühel soll in Zukunft eine Kombination aus Super G und Slalom stattfinden. Es gibt Überlegungen, den Super G weiterhin als eigenständigen Bewerb durchzuführen.

Der Kombi-Slalom könnte als Flutlicht-Event am Abend durchgeführt werden. Dieser Bewerb wäre zweifellos ein spektakulärer Auftakt für das Hahnenkamm-Wochenende.

Die klassische Kombination wollen sich die Kitzbüheler dem Vernehmen nach trotzdem nicht nehmen lassen. Für den Sieger der Wertung aus Abfahrt und Slalom würde es in Zukunft Sachpreise geben.

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