"Aksel ist wieder da, der Kampf wird härter"

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Die Frage, ob Kjetil Jansrud wieder der große Konkurrent von Marcel Hirscher um den Ski-Gesamtweltcup ist, wird beim Saison-Auftakt-Riesentorlauf am Sonntag in Sölden freilich nicht beantwortet werden.

Der Salzburger ist auch Verteidiger der kleinen Kristallkugel, der Norweger klaubt sich in dieser Disziplin die Punkte mühsamer zusammen. In der Vorbereitung gingen beide unterschiedliche Wege.

"Neue Saison, neue Gesetze"

Hirscher absolvierte seinen Sölden-Feinschliff am Schnalstaler Gletscher in Südtirol und fühlt sich bereit.

"Man merkt, dass es wieder los geht, das Feuer ist entzündet. Neue Saison, neue Gesetze", sagte der vierfache Gesamtweltcupsieger, der hinblicklich historischer fünfter großer Kugel meinte. "Das muss sich ergeben."

In der Sommervorbereitung hat der 26-Jährige auf anstrengende Überseetrips verzichtet. Sein Credo ist der Fokus auf Qualität, die richtig guten Skitage bekomme er auch daheim.

Außerdem setzt er auch auf alternative Sportarten: "Ich habe super Abwechslung. Das beste Training ist, wenn man merkt, dass man gar nicht trainiert."

"Kann nie mit Riesentorlauf-Spezialisten mithalten"

Jansrud hat sehr viele Schneetage in den Beinen. Der Schwerpunkt lag auf seinen Stärken, den Speed-Disziplinen.

"Je mehr ich im Riesentorlauf mache, desto mehr beeinflusst das mein Training für Super-G und Abfahrt. Und so viel ich auch tue, ich weiß, dass ich mit den Riesentorlauf-Spezialisten nie mithalten werde", ist sich der Weltcupgesamtzweite 2014/2015 sicher, der sich Sölden freilich nicht entgehen lässt.

"Ein paar Punkte wären nicht schlecht." Vergangenes Jahr reichte es beim Sieg von Hirscher zu Platz 15.

Schlechte Abfahrtsplätze "wegbekommen"

Der Norweger weiß, dass er sich mit einer besseren Riesentorlauf-Performance den einen oder anderen Ausrutscher in einer Abfahrt leisten könnte.

Viel Spielraum hat er allerdings nicht, schlägt das Pendel im Vergleich Technikrennen versus Speedbewerbe doch 21:19 für Slalom und Riesentorlauf aus. Hinzu kommen drei Kombinationen - Hirscher ist bekanntlich Weltmeister in diesem Bewerb - und zwei Parallelrennen.

"Natürlich wären mehr Super-G ideal", sagte Jansrud, sind davon doch nur acht im Programm. Er will vorrangig aber bei sich selbst ansetzen, um um die große Kugel mitfighten zu können.

"Wichtig ist, dass ich die schlechten Plätze wegbekomme." Vier Siegen in der Abfahrt standen in der vergangenen Saison auch die Ränge 14, 17 und 19 gegenüber. Summiert waren das zu viele verlorene Punkte, in der Schlussabrechnung lag Jansrud 160 hinter Hirscher.

Kampf um Speedkugeln wird härter

Seine Disziplinerfolge in Abfahrt und Super-G will Jansrud verteidigen. "Aber Aksel ist wieder da, der Kampf wird härter", sagte er über seinen Teamkollegen Svindal, mit dem er sich in den Speedrennen die Big Points möglicherweise teilen wird müssen.

In diesen Disziplinen will Österreich mit Matthias Mayer, Hannes Reichelt und Co. aber ebenfalls kräftig mitmischen.

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