Hirscher will Podestplatz-Serie in Zagreb fortsetzen

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Der Jänner ist angebrochen und damit folgen nicht nur die Slalom-Klassiker im Ski-Weltcup der Herren, sondern es wird auch die heiße Phase der Qualifikation für die WM in Schladming eingeleitet.

Den Auftakt macht am Sonntag Zagreb, wo Vorjahressieger Marcel Hirscher seine beeindruckende Podestplatz-Serie fortsetzen und der Kroate Ivica Kostelic den Umschwung herbeiführen will.

In Adelboden, Wengen und Kitzbühel soll das ÖSV-WM-Team endgültig Form annehmen.

Noch kein Heimsieg

In bisher fünf Zagreb-Auflagen hat Kostelic drei zweite und einen dritten Platz herausgefahren, für ganz oben reichte es auf seinem Hausberg noch nicht.

In diesem Winter verzeichnete er mit Platz fünf im Parallel-Event von München sein bestes Ergebnis, im Spezialslalom von Levi war er Achter, in Val d'Isere 16. und in Madonna Zehnter.

"Wie jedes Jahr ist die Freude auf Zagreb groß, das ist ein besonderes Rennen für mich. Ich hoffe, dass es auch ein gutes Rennen wird", sagte der 33-jährige Kostelic.

Kostelic ist "sehr motiviert"

"Die Knieschmerzen, die ihn in Val d'Isere so geplagt haben, sind weniger geworden, das ist wichtig.

Er hat aber wegen der Beschwerden im Dezember weniger trainiert als normal und die Form etwas verloren. Aber er ist sehr motiviert für Zagreb und die Klassiker, die folgen", sagte der kroatische Alpinchef Vedran Pavlek und fügte hinzu.

"Vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass er nicht als Topfavorit in Zagreb antritt. Vielleicht gelingt gerade deshalb, dass er sein Heimrennen gewinnt."

ÖSV trainiert in der Gaal

Hirscher und München-Sieger Felix Neureuther führen die Riege der Kostelic-Herausforderer auf dessen Heimterrain an.

Das rot-weiß-rote Sextett Hirscher, Benjamin Raich, Manfred Pranger, Mario Matt, Reinfried Herbst und Wolfgang Hörl trainiert Freitag und Samstag mit Coach Michael Pircher auf der Kunstschneepiste in der Gaal bei Knittelfeld.

Dort fand auch 2012 die unmittelbare Zagreb-Vorbereitung statt, wo ebenfalls künstliches Weiß wartet.

Mit dabei sind heuer auch die Deutschen Neureuther und Fritz Dopfer.

"Verdammt cooles Rennen"

Neureuther fabrizierte am Freitag in seinem vierten Lauf einen spektakulären Sturz, er fädelte ein und es überschlug ihn seitlich.

Die Knie des Bayern haben die unsanfte Landung laut Auskunft seines Trainers unverletzt überstanden, freilich trug er Prellungen am Körper davon.

"Der Slalom in Zagreb ist ein verdammt cooles Rennen, die Stimmung in Kroatien ist immer herausragend", hatte Neureuther, der vergangenes Jahr hinter Hirscher und vor Kostelic Zweiter geworden war, nach dem München-Heimfestival gesagt.

Sieben Trainingsläufe für Hirscher

Hirscher zaubert in der laufenden Saison eine nicht zu überbietende Konstanz in den Schnee.

In allen technischen Bewerben landete er auf dem Podest, in den Slaloms war er Zweiter, Dritter, Erster und zuletzt in München Zweiter.

Der Salzburger übte Freitag sieben Läufe, die Piste präsentierte sich trotz sieben Grad im Plusbereich in einem hervorragenden Zustand.

"Wenn der Wetterbericht stimmt, haben wir in Zagreb ähnliche Verhältnisse. Deshalb ist das Training in der Gaal optimal für die Materialabstimmung", sagte Hirscher, der auch fleißig Autogramme schrieb.

Pranger hofft auf harte Piste

Herbst freute sich darüber, dass seine "Formkurve nach oben" zeigt, Pranger wünschte sich harte Pistenverhältnisse herbei.

"Bei weicheren Bedingungen ist es für mich einfach schwierig, die Abstimmung zu finden", meinte der Tiroler.

ÖSV-Team für Weltcup-Slalom am Sonntag in Zagreb: Benjamin Raich, Marcel Hirscher, Mario Matt, Manfred Pranger, Reinfried Herbst, Wolfgang Hörl, Rainer Schönfelder, Manuel Feller.

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