"Alles auf eine Karte setzen!"

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Hirscher nach Ausfall: "Alles auf eine Karte setzen!"

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Nach seinem Einfädler im ersten Durchgang des Slaloms in Kranjska Gora geht Marcel Hirscher mit 55 Punkten Rückstand im Gesamt-Weltcup auf den Schweizer Beat Feuz in die entscheidenden vier Rennen beim Finale in Schladming.

"Der Gesamtweltcup ist schon weit weg. Jetzt kann ich eh nur noch alles auf eine Karte setzen und das ist das, was ich am besten kann", gibt sich der Salzburger aber kämpferisch.

Feuz hofft auf der Planai in Abfahrt und Super-G zu punkten, Hirscher muss in Riesentorlauf und Slalom verlorenes Terrain wettmachen.

Kugeln gehen Hand in Hand

Hirscher ging am Sonntag mit Startnummer drei ins Rennen, kurz nach der ersten Zwischenzeit passierte der Einfädler.

"Bis dahin war ich schnell", kommentierte der 23-Jährige, der "ein bisschen weniger Risiko" nehmen hätte können, aber anmerkte: "Mit einem zehnten Platz kann ich in den Kampf um die großen Kugel nicht viel mitnehmen."

Damit wollte er nicht sagen, dass ihm jetzt die große Kugel wichtiger sei als die kleine, "aber es geht ja Hand in Hand, oder?"

Der Kroate Ivica Kostelic hatte die Chance, sich mit Platz zwei das kleine Kristall für die Slalomwertung bereits am Sonntag zu sichern.

Nur "big points" helfen weiter

Hirscher hob hervor, dass er im Rennen großen Spaß hatte.

"Megagroß. Es war geil zum Fahren, wenn man mal wieder richtig ans Limit geht. Ein Einfädler ist mir heuer schon öfters passiert. Aber mit meinem Fahrstil habe ich auch Rennen gewinnen können."

"Das gehört einfach dazu bei mir. Ich habe alles gegeben, weil ich weiß, dass mir nur die sogenannten 'big points' weiterhelfen."

Wie Skifahren und Langlaufen

Einfädler im Training passieren ihm selten, erzählte er, aber in einem Rennen gäbe man noch einmal fünf Prozent mehr. "Rennen und Training ist wie Skifahren und Langlaufen, es ist ein Riesenunterschied."

Ausfälle gehören im Slalom dazu, meinte der Sieger der Torläufe von Alta Badia, Zagreb, Adelboden, Schladming und Bansko.

"Es ist ein Vollkäse", wusste aber auch Hirscher, dass dieser zu einem ungünstigen Zeitpunkt kam und er die Chance verpasste, als Gesamtführender in die Steiermark zu reisen, da Feuz im Slalom nicht antrat.

Start im Super-G?

Einen Start im Super-G von Schladming hat Technikspezialist Hirscher prinzipiell eingeplant, allerdings wird sein Antreten auch etwas von der Kurssetzung abhängen.

"Es wird rein die Kurssetzung entscheiden, ob ich eine Chance habe oder nicht. Wenn der Torabstand 50 Meter ist, kann ich gleich vor dem Start abtreten."

Beim Weltcup-Finale gibt es in den jeweiligen Rennen nur für die Top-15 Punkte.

Vollgas statt taktieren

Die generelle Erwartungshaltung sei nun kleiner, merkte Hirscher an, jetzt könne er aber auch befreit und locker drauflos fahren.

"Es bliebt mir eh nix anderes mehr übrig. Das taugt mir eh mehr. Vollgas taugt mir besser als taktieren."

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