Super-G ja, Abfahrt nein: Hirscher fährt zweigleisig

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Marcel Hirscher legt nach seinem zweiten Platz im Levi-Torlauf am Sonntag im Weltcup jetzt eine kurze Pause ein und verzichtet auf die Speedrennen in Lake Louise (24./25. November).

Der Salzburger wird aber noch vor den Bewerben in Beaver Creek (30.11.-2.12.) ein paar Rennen bestreiten, im Nor-Am-Cup stehen vom 24. bis 27. in Colorado je zwei Slaloms und Riesentorläufe in Loveland und Aspen auf dem Programm.

"Das geht unter die Haut"

"Wenn ich fit bin, fahre ich alle Rennen, wenn nicht, dann nicht. Das ist auf jeden Fall der Plan", sagte Hirscher, der erst einmal froh war, aus dem nasskalten Finnland wegzukommen.

"Das zehrt schon sehr und geht unter die Haut. Jetzt reicht es. Ich bin froh, wenn ich daheim bin und es hoffentlich warm ist", meinte der 23-Jährige. Er war zuvor auch beim Riesentorlauf in Sölden und beim Training auf der Reiteralm nicht vom Schönwetter verwöhnt worden.

Akribische Tüftelei

Der beste Saisonstart seiner noch jungen Karriere lässt Hirscher freilich nicht abheben, es sei das Resultat kontinuierlicher Arbeit. "Ich habe mein Setup im Slalom schon sicher im Vorjahr ziemlich ausgereizt, da hatten wir schon ein gewisses Know-how für den Start jetzt.

Aber auch Edi und Papa und ich und in Kombination mit den Trainern werden immer besser. Definitiv", meinte er. Servicemann Edi Unterberger und Vater Ferdinand Hirscher sind bekannt für ihre akribische Arbeit und Tüftelei.

Super-G-Start geplant

Vor seiner Abreise am 19. November in die USA wird Hirscher noch einige Trainingstage in Österreich abspulen. Sollte es möglich sein, wird er auch Super-G-Läufe absolvieren.

In Beaver Creek wird er jedenfalls Super-G und Riesentorlauf in Angriff nehmen, die Abfahrt lässt er aus. Auch das Abfahrtstraining ist wohl kein Thema, obwohl dies für den Super-G-Einsatz sicher nicht von Nachteil wäre. "Das kauft mir eher die Schneid ab. Ich glaube nicht, dass ich das tun werde", meinte Hirscher.

Gute Erinnerungen

An Beaver Creek hat Hirscher seit 2010 gute Erinnerungen, das lässt auch die Vorfreude steigen. "Davor war es ja eine ähnliche Baustelle wie Levi", erinnerte er. "Das hat sich ja mittlerweile geändert."

2010 kam er im Riesentorlauf auf den dritten Rang, 2011 gewann er im ersten Rennen dieser Disziplin und wurde im zweiten Zweiter sowie im Slalom Dritter. Die Nordamerika-Tournee war wegen des Schneemangels in Val d'Isere verlängert worden.

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