Goldenes Ehrenzeichen bei großer Saison-Party

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Er hat den Gesamt- und den Slalomweltcup gewonnen, errang zwei Goldene und eine Silberne bei der Ski-WM in Schladming und stand in 23 Weltcup-Rennen gleich 21 Mal am Stockerl.

Es war beileibe keine schlechte Saison für den Salzburger Skirennläufer Marcel Hirscher, dem - gleichsam als offizieller Schlusspunkt - am Samstagnachmittag in seiner Heimatgemeinde Annaberg im Lammertal ein fulminanter Empfang bereitet wurde.

Nach Angaben der Veranstalter waren rund 5.000 Fans, Freunde und Prominente aus Sport, Wirtschaft und Politik gekommen, um den 24-Jährigen zu feiern.

Goldenes Ehrenzeichen der Republik

Schon im Vorjahr hatte man den prominenten Sohn, damals jüngster österreichischer Weltcupsieger aller Zeiten, in Annaberg ein Fest bereitet.

Heuer war allerdings alles ein bisschen größer: War es im 2012 das große Verdienstzeichen des Landes, bekam Hirscher am Samstag von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik verliehen.

Lebenslang gratis Liftfahren

Im Vorjahr gab es als Geschenk eine lebenslang gültige Liftkarte für die heimatliche Skiregion Dachstein-West.

Heuer überreichte ihm LHStv. Wilfried Haslauer (V) ein Ticket, mit dem der Rennläufer sein ganzes Leben lang gratis die Lifte im ganzen Bundesland nutzen kann.

Trial-Motorrad folgt Rennrad

Vor einem Jahr wurde Hirscher zudem ein maßgeschneidertes Rennrad überreicht, am Samstag bekam der begeisterte Motocross-Fan ein Trial-Motorrad.

Da drängt sich unweigerlich die Frage auf: Was schenkt man Hirscher, sollte er im kommenden Winter seinen Titel erfolgreich verteidigen, zumal ja auch noch olympische Spiele vor der Tür stehen?

Per Hubschrauber eingeflogen

Beim Umzug durch Annaberg – mit Fan- und Skiklub, Trachtengruppe und Musikkapelle - fehlte Hirscher am Samstag noch, dann wurde er aber per Hubschrauber in den Ort geflogen.

Nach der Landung ging es – unter dem Spalier der Kinder aus dem heimischen Skiklub - in das riesige Festzelt mit Platz für 3.500 Gäste, eineinhalb Mal so viel Menschen, wie Annaberg Einwohner hat.

"Unfassbar, was diese Saison abgegangen ist"

Auf einer Videowall wurde Hirscher ein Zusammenschnitt der Highlights der Saison präsentiert, von Sölden über Schladming bis Lenzerheide.

"Wenn ich die Bilder dieser Saison sehe, bekomme ich Gänsehaut – danke, für eure Unterstützung", sagte Hirscher, nicht ganz frei von Emotion.

"Mir fehlen die Worte. Danke. Leute, es ist so unfassbar, was in dieser Saison abgegangen ist – ohne euch, wären alle meine Medaillen und Kugeln nichts wert. Ihr seid ein geiler Haufen."

Team auf Hirscher-Wissen geprüft

„Ohne ein motiviertes Team, das quasi rund um die Uhr für mich da ist, wären meine Erfolge nicht möglich.“

Stellvertretend für die vielen Menschen in Marcels Umfeld wurden seine engsten Vertrauten Trainer-Papa Ferdinand Hirscher, Mike Pircher, Paul Schwarzacher, Stefan Illek und Atomic Servicemann-Koryphäe Edi Unterberger auf die Bühne geholt, wo diese die Schulbank drücken mussten und – geprüft von sehr strengen Annaberger Volksschulkindern - ihr Marcel-Hirscher-Experten-Wissen zum Besten gaben.

Trainingsbeginn am 1. Mai

Organisiert hatte das Fest der Skiklub Annaberg und der Hirscher-Fanclub mit dem ÖSV, geholfen haben auch die beiden Großsponsoren Raiffeisen und Atomic.

Die Zeit, sich von den Strapazen des Festes wieder zu erholen, ist für Hirscher allerdings nicht all zu lang. Am 1. Mai will er bereits wieder ins Aufbautraining einsteigen.

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