Hirscher: "Das war heute ein sehr guter Job"

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"Es war mir wichtig, heute meine - und sorry für den Ausdruck - normale Leistung zu bringen und wieder auf dem Stockerl zu landen."

Schon in dem Moment, in dem Marcel Hirscher dies sagte, entschuldigte sich der Riesentorlauf-Zweite von Lenzerheide dafür.

Die Erfolgsliste unterstreicht allerdings seine Worte: In 19 Weltcup-Rennen kam der Salzburger 17. Mal auf das Podest, Stockerlplätze vom nunmehr zweifachen Gesamtweltcupsieger standen in diesem Winter auf der Tagesordnung.

"Skifahrerisch kann ich nichts mehr optimieren"

Dass dahinter freilich harte Arbeit steckt, ließ er niemals unbetont.

"Das war heute ein sehr guter Job, speziell der zweite Lauf war schnell. Wir haben was Neues probiert, es war ein wirklich guter Test für meine Skifirma Atomic und ein wirklich guter Tag für mich", betonte der 24-Jährige.

Nur übers Material kann man Saison-Dominator Ted Ligety noch näherkommen. "Skifahrerisch kann ich nicht mehr optimieren. Es geht darum, das Material an mich anzupassen. Wir machen Fortschritte."

"Jetzt gibt es keine Diskussionen mehr"

Im Gesamtweltcup liegt der als Trophäengewinner feststehende Hirscher ein Rennen vor Schluss mit 1.455 Zählern nun 229 Punkte vor Aksel Lund Svindal.

Der Norweger schied im Riesentorlauf aus. Also selbst wenn die Abfahrt und der Super-G - beide Rennen wären Svindals Chance gewesen, die Entscheidung bis zum Slalom am Sonntag offenzuhalten - nicht abgesagt worden wären und Svindal als Sieger hervorgegangen wäre, hätte Hirscher die große Kugel gewonnen.

"Mit dem Resultat nun gibt es keine Diskussion", sagte Hirscher.

"Ich will jeden Tag der Schnellste sein"

Für einen Scherz habe er es gehalten, als er gefragt wurde, ob er die beiden letzten Rennen überhaupt noch bestreiten werde, da er als Gesamtsieger vorzeitig feststand.

"Ich will jeden Tag fahren und jeden Tag der Schnellste sein, egal ob im Training oder im Rennen. Das ist, was ich bin, das ist ein guter Weg. Ich hoffe, ich werde auch in den nächsten Jahren noch so viel Spaß haben."

Vater bleibt im Trainerteam

Fix ist, das Trainervater Ferdinand Hirscher auch weiterhin an seiner Seite sein wird.

"Es ist so wichtig, ihn dabei zu haben. Er kennt mich genau, er weiß immer, was ich zu tun habe. Er ist ein sehr guter Skifahrer, hat ein sehr gutes Gefühl, er ist der beste Coach, den ich jemals getroffen habe."

"Kann von Shiffrin lernen"

Weil beim Weltcupfinale mit zwei Rennen am Tag mitunter die Athleten und Athletinnen im Pressekonferenz-Saal aufeinandertreffen, saßen für eine kurze Zeit Hirscher und Mikaela Shiffrin, und damit die erfolgreichsten Slalomläufer der Gegenwart, gemeinsam auf dem Podium.

"Was für 99 Prozent ein Desaster wäre, macht ihn schneller", meinte die 18-Jährige zum Slalomschwung des 24-Jährigen. Der fühlte sich daneben "wie ein alter Mann" und erklärte: "Ich kann von Mika viel lernen, mit 18 habe ich noch eine Menge Fehler gemacht."

Als er vor drei Jahren von seiner Skifirma erstmals von diesem jungen Mädchen gehört habe, habe es geheißen, das wird die neue Marlies Schild. "Nun ist es die Wahrheit", sagte Hirscher.

Die ältere Schild-Schwester hat viermal in ihrer Karriere den Slalom-Weltcup gewonnen, zuletzt 2011 und 2012.

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