Nach PR-Marathon will Hirscher Seele baumeln lassen

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Nach den Rennen ist vor dem PR-Marathon!

Österreichs Skistar Marcel Hirscher ist ein gefragter Mann und da kann es schon einmal passieren, dass aus der Eventlocation "Platzhirsch" am Wiener Opernring schnell einmal der Szenetreff "Marcel Platzhirscher" (siehe Bild oben) gemacht wird.

Der "Platzhirsch im Ski-Weltcup"

Hauptsponsor Raiffeisen wählte laut eigenen Angaben den Ort des Pressegesprächs, da Marcel Hirscher ab sofort der Platzhirsch im Ski-Weltcup sei. Ehe der Weltmeister und Gesamt-Weltcupsieger am Sonntag in den Urlaub fliegt, sind für den 24-Jährigen noch einige Presse- und Sponsorentermine zu absolvieren.

Er sei stolz auf das Geleistete, aber auch müde von der fordernden Saison, erklärt Hirscher. "Es ist cool, dass wieder so viele tolle Leistungen entstanden sind. Jetzt hat sich der Körper eine Auszeit nicht nur verdient, er fordert auch Erholung", sagt der Salzburger, der einen beeindruckenden Winter hinlegte (LAOLA1-Statistik).

TV-Auftritt mit "Spezi" Felix Neureuther

Vor dem Badeurlaub mit Freundin Laura absolviert der Salzburger aber noch weitere öffentliche Auftritte in Wien hin. Am Freitag fährt er mit Großkunden des Kopfsponsors am Kitzsteinhorn Ski und am Samstagabend steht er gemeinsam mit seinem bayrischen Rivalen und "Spezi" Felix Neureuther im ZDF-Sportstudio vor der Kamera.

Erst danach folgen 10 bis 14 Tage Erholung im Warmen. "Ich werde die Seele baumeln lassen, das Handy abdrehen und die Zweisamkeit genießen", meint der Sieger von sechs Saison-Bewerben, der in 20 Weltcup-Rennen 18 Podestplätze herausgefahren hat (Weltcup 2012/13 in Zahlen).

Das hätte er sich vor Saisonbeginn nicht erträumen lassen, so Hirscher. Eine derartige Serie sei nur schwer zu wiederholen. "Ich gehe nicht noch einmal davon aus. Das verwundert mich selber, bitte seid mir nicht böse, wenn ich den Schnitt von 76 Weltcup-Punkten pro Rennen nicht mein Leben lang halten kann."

Hirscher: "Man wird erfolgsverwöhnt!"

Erst im Urlaub werde er Zeit finden, intensiv über den erfolgreichen Winter nachzudenken. "Ich brauche immer sehr lange, um das alles zu verarbeiten", meint Hirscher. Die vielen Erfolge seien keineswegs selbstverständlich, es stecke sehr viel Arbeit dahinter, bekräftigte der Skiheld aus Annaberg. "Man wird erfolgsverwöhnt, es hat alles den Anschein der Selbstverständlichkeit und des Easy-goings, aber es gibt immer wieder Rätsel und neue Herausforderungen."

Kein Rätsel ist Hirscher für Raiffeisen-Werbechef Leodegar Pruschak: "Marcel ist ein Goldgriff in einem Atemzug mit Karl Schranz, Hermann Maier und Stefan Eberharter zu nennen", freut sich der Sponsor und gratuliert seinem Zugpferd zu einer "Traumsaison" mit vielen Superlativen.

210.000 Facebook-Freunde

Traumhaft sind auch Hirschers Werbewerte. Man habe in diesem Winter 400 TV-Minuten sowie 1.000 Presseartikel mit Bildern gezählt. Zudem sei Hirscher ein "Online-Star" mit 210.000 Facebook-Freunden. "Marcel Hirscher ist der Sportliebling der Nation und für uns der ideale Werbepartner", erläutert Pruschak, der noch bis Juli 2015 einen Vertrag mit Hirscher besitzt. Eine Zusammenarbeit darüber hinaus, ähnlich lange wie mit Hermann Maier und Thomas Muster, wird angestrebt.

Surrealer Vergleich mit Allzeitgrößen

Hirscher selbst findet es irgendwie surreal in einer Reihe mit Allzeitgrößen wie Schranz und Maier genannt zu werden. "Das übertrifft alles, was ich mir in meiner Karriere je vorgenommen habe. Realisieren werde ich das aber erst, wenn ich einmal nicht mehr im Skizirkus unterwegs sein werde."

An die kommende Olympia-Saison hat Hirscher noch nicht viele Gedanken verwendet. Vorerst gelte es einmal die Batterien aufzuladen.

Keine Entscheidung bezüglich Super-G

Ob er im kommenden Winter öfter im Super-G antreten wird, sei noch offen. "Ich weiß es nicht, heute kann ich das nicht beantworten", sagt Hirscher und verweist auf den zusätzlichen Zeitaufwand. "Man muss sich anschauen, ob der zusätzliche Aufwand gerechtfertigt wäre und ob man dem Ganzen standhalten kann."

Vorerst stehen der Urlaub, danach Skitests und das Sommertraining an. Neben der Vorbereitung werde er aber sicher auch Zeit für seine Hobbys Motocross- und Kajakfahren finden, ist sich Hirscher sicher.

Formel 1, Tennis und Champions-League-Finale

Auch das Sportgeschehen will er während des Sommers mitverfolgen. "Die Formel 1 ist in den letzten drei, vier Jahren wieder sehr spannend geworden. Und auch das Champions-League-Finale und Tennis werde ich mir anschauen. Fad wird mir sicher nicht werden", so Hirscher, der sich nach dem Pressegespräch gefühlten 100 Interviews stellte und am Abend als Stargast zur "Bikini-Gala" des Sportmagazins ins Museumsquartier eilte.

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