Berthold: "Bin von der Truppe total überzeugt"

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Der alpine Ski-Herren-Weltcup übersiedelt von Frankreich nach Italien, wo es bis Jahresende in Gröden, Alta Badia, Madonna di Campiglio und Bormio um insgesamt 500 Punkte geht.

Den Anfang der Italien-Wochen macht der Klassiker auf der Saslong-Strecke in Gröden.

Nach Trainings am Mittwoch und Donnerstag geht es am Freitag im Super-G und am Samstag in der Abfahrt erstmals im WM-Winter auf europäischem Schnee um Speed-Zähler.

Gröden-Super-G ohne Hirscher

Daher bietet sich Aksel Lund Svindal in Südtirol die Gelegenheit, seine in Val d'Isere zusammengeschmolzene Führung im Gesamt-Weltcup wieder auszubauen.

Der Norweger führt mit 440 Punkten vor dem US-Amerikaner Ted Ligety (402) und dem österreichischen Titelverteidiger Marcel Hirscher (380).

Der Salzburger verzichtet auf ein Antreten im Gröden-Super-G und richtet seinen Fokus auf den Riesentorlauf in Alta Badia (Samstag) und den Slalom in Madonna (Dienstag).

Pause für Franz

Unfreiwillig nicht dabei in Gröden ist Max Franz, der als Abfahrts-Zweiter in Lake Louise für das bisher beste Speed-Ergebnis der ÖSV-Herren in der laufenden Saison gesorgt hat.

2011 war der Kärntner in Südtirol mit Startnummer 54 noch auf Platz fünf im Super-G gefahren, diesmal muss der 23-Jährige nach seinem schweren Sturz in Beaver Creek aufgrund einer Gehirnerschütterung und eines Nasenbeinbruchs pausieren.

"Bei Max läuft alles nach Plan. Ihm geht es gut, er braucht aber Ruhe. Im Jänner darf er wieder skifahren", berichtete ÖSV-Abfahrtstrainer Burkhard Schaffer, der mit seiner Truppe am Freitag und Samstag auf der Reiteralm trainiert hat. Das gewünschte Training auf der Schladminger WM-Strecke kam nicht zustande, die Österreicher sind bereits am Montag ins Grödnertal gereist.

Abbruch 2011

Vor einem Jahr gewann dort der Schweizer Beat Feuz im Super-G, die Abfahrt wurde nach 21 Läufern wegen starken Windes sehr zum Ärger des führenden Franzosen Johan Clarey abgebrochen.

Für die bis dato letzten österreichischen Erfolge auf der Saslong sorgte jeweils der mittlerweile zurückgetretene Michael Walchhofer, der Salzburger gewann 2008 die Abfahrt und 2010 den Super-G.

"Nur eine Frage der Zeit"

Dank Hirscher (Erster im Val d'Isere-Riesentorlauf) haben die ÖSV-Herren im neunten Rennen des WM-Winters den ersten Saisonsieg eingefahren.

Nun geht die Jagd auf den ersten Speed-Erfolg weiter. "Solche Themen kommen von außen. Bei uns im Team ist so etwas nie ein Thema, das ist nur eine Frage der Zeit", meinte Herren-Chefcoach Mathias Berthold.

"Unsere Speed-Mannschaft ist voll da, die Jungs werden in Gröden gut fahren. Ich bin von der Truppe total überzeugt", sagte der Vorarlberger.

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