Matt & Herbst: Zwei Routiniers melden sich zurück

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Die Plätze 9 und 11 waren nicht der erhoffte Befreiungsschlag, aber immerhin ein Lebenszeichen von Mario Matt und Reinfried Herbst.

Die beiden ehemaligen Seriensieger meldeten sich beim Nacht-Slalom in Flachau in der erweiterten Weltspitze zurück.

Dennoch blieben beide kritisch: „Wenn du eineinhalb Sekunden Rückstand hast, kannst du nicht von herantasten reden“, so Matt, der aber doch froh war „endlich ein Ergebnis“ zu haben.

"Es hat nicht wollen sein!"

„Im ersten Lauf bin ich nicht auf Touren gekommen, im zweiten Durchgang bin ich gleich oben beim fünften Tor weggerutscht und dann nicht mehr mit vollem Risiko gefahren“, ärgerte sich der Pferdezüchter aus Flirsch über die auch im Finale angezogene Handbremse.

„Der Plan war eigentlich, voll anzugreifen. Ich habe zwischen den Durchgängen auch die Ski gewechselt, das war richtig, aber es hat einfach nicht wollen sein.“

Zu viel Schnee für "Geheim-Training"?

Auch weil sich die Hermann-Maier-Piste nicht wie erhofft eisig sondern als „Tiefschnee“-Hang präsentierte.

„Ich habe beim Material darauf hingearbeitet, dass es auf Eis funktioniert. Da ist es im Training sehr gut gelaufen. Jetzt hoffe ich, dass es im Jänner wieder harte Pisten gibt.“

Das für die Weihnachtspause angedachte „Geheim-Training“ am Arlberg könnte dem Neuschnee zum Opfer fallen. „Da müssen wir erst schauen, ob wir überhaupt eine Piste zusammenbekommen.“

Gute Schwünge, schlechte Schwünge

Reinfried Herbst wird Weihnachten bei Frau und den Kindern verbringen. Der Polizist nimmt aus dem Pongau mit heim nach Unken, dass „endlich etwas weitergeht“.

Aber auch Flachau war noch nicht das, was man vom Seriensieger vergangener Tage gewohnt war und erwartet.

„Phasenweise waren Schwünge dabei, die sich sehen lassen können. Ich weiß aber, dass ich noch mehr drauf habe.“

"Gezeigt, dass ich noch lebe"

Immerhin konnte er sich mit Rang 11 in der ersten Gruppe und also den Top-15 behaupten, was wichtig für die Startnummer bei den Jänner-Rennen ist.

Der 33-Jährige weiß aber, dass er mit einem Ergebnis jenseits der Top-Ten dem Gerede kein Ende gemacht hat.

„Die Leute fragen mich, was los ist. Kann er es nicht mehr, bringt er es nicht mehr? Das war jetzt immerhin ein Zeichen, dass ich noch lebe.“

Die nächsten Lebenszeichen von Mario Matt und Reinfried Herbst soll es im Jänner in Zagreb geben. „Wir müssen geduldig sein, dann wird uns auch der Befreiungsschlag gelingen!“

Stephan Schwabl

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