FIS kontert Ski-Revolution

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FIS schränkt Material-Revolution ein

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Nach heftiger Kritik der Ausrüster haben der Internationale Skiverband (FIS) und die Ski-Industrie (SRS) am Mittwoch die kürzlich verkündete Materialrevolution ein wenig entschärft.

So werden die Riesentorlauf-Ski der Herren ab der Saison 2012/13 nur einen Radius von 35, jene der Damen einen von 30 Metern haben.

Ursprünglich wollte man aus Sicherheitsgründen von aktuell 27 auf 40 (Herren) bzw. 23 auf 35 (Damen) gehen.

Viele hatten darin das Ende der Carving-Ära sowie einen skitechnischen Rückfall in die 1990er-Jahre gesehen. Offenbar sieht das nun auch der Weltverband so.

"Es wäre ein zu großer Schritt gewesen. Wir waren uns einig, dass die Radien von 35 bzw. 30 Metern besser zum Gesamtkonzept passen", erklärte Damen-Renndirektor Atle Skaardal nach dem Treffen am Weltverbands-Sitz Oberhofen die Kehrtwende.

Im Welt- und Europacup gelten die neuen Regeln ab dem Winter 2012/13, in den unteren Rennserien ab der Saison 2013/14.

Nicht durchgekommen sind die Ausrüster mit ihrer Kritik an den um fünf Millimeter reduzierten Standhöhen auf den Abfahrts- und Super-G-Ski. Man befürchtet erhöhtes Sturzrisiko, doch vorerst bleibt es bei 45 Millimetern.

Allerdings wird der Zeitrahmen der Einführung noch einmal überdacht. "Bei der Herbstsitzung in Zürich könnte es Änderungen geben", sagte Skaardal.

Nicht betroffen von den Regeländerungen, die nach jahrelangen Untersuchungen dem Motto "länger, schmäler, tiefer und weniger tailliert" folgen, sind die Slalom-Ski

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