Eklat zwischen ÖSV & Fenninger

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Fenninger droht dem ÖSV mit Rücktritt

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Zwischen dem Österreichischen Skiverband und Ski-Star Anna Fenninger brodelt es gewaltig! 

Der ÖSV soll die Salzburgerin wiederholt dazu aufgefordert haben, sich von ihrem Manager Klaus Kärcher zu trennen.

Wie die "Sportwoche" berichtet, soll die Salzburgerin in einem E-Mail an den Verband mit drastischen Konsequenzen gedroht haben. 

"Bevor ich diesem Wunsch entspreche, werde ich meine aktive Karriere beim ÖSV mit sofortiger Wirkung beenden", wird Fenninger zitiert.

"Verlangen nach Trennung hochgradig unangemessen"

Die Gesamtweltcup-Siegerin stellt klar, dass sie den Forderungen auf keinen Fall nachkommen wird.

"Ich arbeite nun seit drei Jahren mit meinem Management sehr erfolgreich zusammen, meine größten Erfolge konnte ich in dieser Zeit erzielen. Das heißt nicht, dass Klaus für meine sportlichen Leistungen verantwortlich zeichnet, aber er gibt mir den Rückhalt, den mir nur ein unabhängiger Berater geben kann, der nicht in ständigen Interessenkonflikten gefangen ist. Vor diesem Hintergrund empfinde ich das Verlangen nach einer Trennung als hochgradig unangemessen, um nicht von Nötigung zu sprechen. Ich will nun ausdrücklich klarstellen, dass das vom Verband mit der nunmehr auch sportlichen Druckausübung verfolgte Ziel mit Sicherheit nicht zu erreichen ist."

"Nicht die Art Unterstützung, die ich von meinem Verband erwarte"

In dem E-Mail, das unter anderem an ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, Sportdirektor Hans Pum und Damen-Cheftrainer Jürgen Kriechbaum gesendet wurde, soll Fenninger auch Klarheit in Bezug auf die Finanzierung ihres Konditions-Trainers Peter Meliessnig fordern.

"Die Unklarheiten im Hinblick auf meine sportliche Betreuung, insbesondere die Beschäftigung von Peter Meliessnig, sind für mich unerträglich. Das ist nicht die Art Unterstützung, die ich von meinem Verband erwarte, den ich in sportlicher Hinsicht nach Kräften unterstütze. Ich fordere Euch daher auf, in den nächsten drei Tagen eine klare Aussage zu machen, ob und wie Peter vom Verband für mich eingesetzt wird."

"Werde zu drastischen Maßnahmen greifen"

Dem nicht genug, legt Fenninger noch weiter in Richtung Österreichischer Skiverband nach.

"Ich werde mir eine (weitere) Beschneidung in sportlicher Hinsicht nicht gefallen lassen. Seit Jahren lebe ich damit, dass beim ÖSV nach sachfremden Kriterien differenziert wird, die mit sportlichen Leistungen rein gar nichts zu tun haben. Aber es war immer eine gerade noch hinreichende, wenngleich keinesfalls optimale Unterstützung gewährleistet. Auch mit der Ausübung von Druck wegen Vorgängen, die sich im nicht sportlichen Bereichen abspielen und den Verband damit rein gar nichts angehen, habe ich mich abgefunden. Womit ich mich nicht abfinden werde, ist eine Einflussnahme auf meine sportliche Förderung, weil dies letztlich in absehbarer Zeit dazu führt, dass ich hinter meinen Möglichkeiten zurückbleibe. Da ich nicht dafür gemacht bin, halbherzige Dinge zu tun - schon gar nicht im Skisport -, werde ich in diesem Fall zu drastischen Maßnahmen greifen."

Fenningers Manager Klaus Kärcher wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben, zeigte sich laut "Krone" aber "schockiert, dass jeder davon weiß".

Streit um Sponsoren

Hintergrund des Streits ist der auslaufende Sponsor-Vertrag von Fenninger bei Raiffeisen, der nicht verlängert werden soll.

Stattdessen soll Mercedes als neuer Geldgeber im Gespräch gewesen sein, was aufgrund der Zusammenarbeit zwischen dem ÖSV und Audi zu Reibereien geführt haben soll.

Anfang des Jahres hatte Fenningers Manager Klaus Kärcher jedoch klargestellt: "Mercedes wird nicht neuer Kopfsponsor von Anna Fenninger sein".

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