Mindestens neun Monate Pause!

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"Nicht die schwerste vorstellbare Verletzung"

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Ski-Star Anna Fenninger kann bei guten Heilungsverlauf frühestens in neun Monaten wieder mit dem Skitraining beginnen.

Dies sagte Mediziner Christian Hoser am Mittwochabend nach der zweistündigen und erfolgreich verlaufenen Operation an der Olympiasiegerin und Gesamtweltcup-Siegerin bei einer Pressekonferenz in der Privatklinik Hochrum.

Österreichs Sportlerin des Jahres hatte sich am Mittwoch bei einem Trainingssturz auf dem Gletscher in Sölden im rechten Knie das vordere Kreuzband, das rechte Seitenband, den Innen- und Außenmeniskus sowie die Patellarsehne gerissen.

"Man hat ein Blitzen in den Augen gesehen"

"Es ist eine sehr schwere, aber nicht die schwerste vorstellbare Verletzung beim Skifahren", erklärte Hoser. "Das ist eine Verletzung, die schaffbar ist, und es besteht die Hoffnung und realistische Chance, dass sie zum Skifahren zurückkehren kann", betonte der Unfallchirurg und Sporttraumatologe.

Als Beispiel nannte er Stephan Görgl, der sich vor neun Jahren exakt "dieselbe Verletzung" zugezogen und danach ein erfolgreiches Weltcup-Comeback geschafft hatte. "Die besondere Dimension ist einfach der Riss der Patellarsehne, weil da eben der Streckapparat unterbrochen ist und dadurch eine sofortige Belastung nicht möglich ist", erläuterte Hoser.

Fenninger werde bis Anfang nächster Woche im Krankenhaus bleiben. Die Reha-Maßnahmen fangen bereits am (morgigen) Donnerstag mit einer leichten Mobilisation, etwa einem Aufstehen, an.

In weiterer Folge werde Fenninger eine Physiotherapie mit Bewegungsübungen absolvieren. Fenninger sei "bis zu einem gewissen Grad geschockt und enttäuscht" gewesen, "aber man hat auch ein gewisses Blitzen in den Augen gesehen", so Hoser, der im Zuge der Operation das vordere Kreuzband "rekonstruierte".

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