Schweizer Verband holt Didier Cuche aus Ski-Pension

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Didier Cuche feiert ein Comeback im Ski-Weltcup! Wie bitte? Ja, richtig gelesen.

Der Schweizer kehrt bereits nächste Woche zu Swiss-Ski zurück. Zehn Monate nach seinem Rücktritt also das Comeback des 38-Jährigen.

Allerdings nicht als Rennläufer, was angesichts der handfesten Schweizer Ski-Krise im Speed-Bereich nur zu verständlich wäre, sondern als Trainer.

Ähnlich wie Michael Walchhofer bei den ÖSV-Herren soll Cuche dem Speed-Team Beine machen.

Keine Super-Pleiten mehr

Bereits am Dienstag wird „Speedier“ nach Südtirol reisen, um sich einerseits vor den Rennen in Gröden um die Weltcup-Neulinge der Schweizer zu kümmern.

Andererseits soll Cuche seine Ex-Kollegen Didier Defago und Carlo Janka zurück in die Speed-Spur bringen.

Darüber hinaus wird der Rekordsieger am Hahnenkamm Herren-Chef Osi Ingling beratend zur Seite stehen.

Damit eine historische Pleite wie in der Abfahrt von Lake Louise, als unser „Ski-Erzfeind“ keinen Läufer in die Top-20 brachte – bester Schweizer war Patrick Küng als 24. - nicht noch einmal passiert.

Bereits erste Erfahrungen gesammelt

Head-Rennchef Rainer Salzgeber, der lange Jahre mit Cuche erfolgreich zusammengearbeitet hat, meinte nach dem Debakel: „Den Schweizern fehlt ganz einfach ein Leader wie Didier, der den Rest der Mannschaft mit seiner Top-Einstellung mitreißt."

Begonnen wurde das Trainer-Projekt mit Cuche bereits im Sommer, wo er unter anderem bei einigen Trainingskursen des B-Kaders am Gletscher dabei war.

Talent Fernando Schmed war begeistert: "Didier geht als Trainer mit genau der gleichen Leidenschaft zu Werke, wie er das als Läufer getan hat."

Außerdem flog er auf Wunsch von Head mit seinem „Nachfolger“ Beat Feuz nach Argentinien, um mit ihm das schnellste Material zu testen.

Pech für den Zweiten im Gesamt-Weltcup: Er musste nach nur einem Tag verletzungsbedingt die Heimreise antreten, Cuche blieb in Ushuaia.

Auch in Wengen und Kitzbühel dabei

Im Weltcup wird er neben Gröden auch noch in Wengen und in Kitzbühel als Schweizer Coach dabei sein.

Ob er auch bei der Ski-WM in Schladming in offizieller Mission dabei ist, steht derzeit noch nicht fest.

Und wer weiß, vielleicht schnallt er ja wirklich noch einmal die Rennlatten an.

 

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