Das Ende eines Klassikers

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Tourismus besiegt Weltcup - Bormio gestrichen

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Der Abfahrts-Klassiker der alpinen Ski-Herren in Bormio, seit 1993 fixer Bestandteil im Weltcup, steht im kommenden Winter nicht mehr im Kalender.

Der Veranstalter will das traditionell für Ende Dezember (28.12.) angesetzte Rennen nicht mehr durchführen.

Tourismus wichtiger

Flavio Roda, der Präsident des italienischen Wintersport-Verbandes, hatte bis zuletzt vergeblich auf eine Lösung in letzter Minute gehofft.

Doch der lokale Organisator wollte nicht mehr einlenken. In der Woche zwischen Weihnachten und Silvester brauche man die Einnahmen aus dem Tourismus. Die Probleme mit den fehlenden Unterkünften und den abgesperrten Pisten wogen zu schwer.

Ersatz-Ort gesucht

Der internationale Skiverband (FIS) bereinigt in dieser Woche den Kalender für die kommende Saison.

Für den Winter 2015/16 wird ein Ersatz-Veranstalter gesucht. Santa Caterina, Sestriere und Tarvisio sind die Kandidaten.

Guter Boden für ÖSV

Mit der 3.186 m langen Piste Stelvio in Bormio verliert der Weltcup einen ihrer Klassiker.

Die Abfahrt galt in technischer Hinsicht als eine der schwierigsten Strecken, die den Fahrern auch physisch alles abverlangte. 1985 und 2005 fanden zudem die Weltmeisterschaften in Bormio statt.

Für Österreichs Ski-Herren war Bormio meist ein guter Boden. 13 Mal wurde nach Weltcup-Abfahrten auf der Stelvio die rot-weiß-rote Fahne aufgezogen.

1998 führte Hermann Maier einen ÖSV-Sechsfachsieg an, erfolgreichster Abfahrer auf der WM-Piste von 2005 ist Michael Walchhofer mit drei Siegen.

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