Für Pröll gegen Vonn

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ÖSV-Damen wollen Pröll-Rekord verteidigen

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Mit vereinten Kräften wollen die ÖSV-Speed-Damen dafür sorgen, dass der Rekord von Annemarie Moser-Pröll auch das Wochenende in Bad Kleinkirchheim übersteht.

Vonn heiß auf Sieg Nummer 62

Lindsey Vonn fehlt nur noch ein Sieg auf die 62 Weltcup-Erfolge von Österreichs Skilegende. Elisabeth Görgl und Co. sagen der US-Amerikanerin in Abfahrt (Samstag/11.30 Uhr) und Super-G (Sonntag/11.15) den Kampf an.

"Ich möchte meine Geschichte hier noch schreiben. Ein Sieg wäre die schönste Geschichte. Aber so leicht wird das nicht. Ich lasse mich überraschen. Es hat mich vor drei Jahren auch überrascht", sagte die Salzburgerin Fenninger, die 2012 im Super-G als Dritte auf dem Podest gelandet war.

Fenninger voller Zuversicht

Die Titelverteidigerin im Gesamtweltcup freut sich auf ihr erstes Rennen 2015. "Ich habe ein extrem cooles Jahr hinter mir, mit der Energie möchte ich gern weitermachen. Es wird schwierig zu toppen, aber es gibt andere schöne Sachen, die auf mich zukommen."

U.a. ein gemeinsames Fotoshooting mit Hollywood-Star Kevin Costner. Fenninger unterzeichnete einen Sponsorvertrag mit einem Kärntner Uhrenhersteller (Jacques Lemans), für den auch Costner Werbestar ist.

In Abfahrt und Super-G war Fenninger heuer bereits jeweils einmal Zweite. Für Samstag ist sie bereit, auch wenn es schwierig wird.

"Das zweite Training war besser, ich bin besser auf Zug gekommen. Im Flachen habe ich am wenigsten gesehen, ich habe die Wellen nicht erkannt und nicht abfedern können. Im Steilen war es besser", erklärte die 25-Jährige.

Görgl mit besten Erinnerungen

Elisabeth Görgl, die als 2012-Siegerin in Bad Kleinkirchheim in der Abfahrt Titelverteidigerin ist, hofft, dass das Jahr so weitergeht, wie das vergangene aufgehört hat. Vor Weihnachten gewann sie den Super-G in Val d'Isere und war in der Abfahrt Zweite.

"An Bad Kleinkirchheim habe ich sehr positive Erinnerungen, das war letztes Mal ein Superrennen von mir. Ich habe das gleich wieder gespürt, als ich bei der Besichtigung am Start gestanden bin", meinte Görgl.

Die im Training noch nicht optimal erwischten Kurven auf der anspruchsvollen "Kärnten - Franz Klammer"-Piste wollte sie im Rennen besser nehmen. "Ich fühle mich sehr wohl. Es ist definitiv so, dass mir die Strecke taugt und auch liegt. Natürlich muss man punktgenau alles zusammenbringen. Aber ich bin guter Dinge. Ich hoffe, dass das Rennen fair durchführbar ist."

"Sie wird es 62-mal schaffen"

Görgl glaubt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Vonn den Rekord für sich beanspruchen wird. "Wenn sie es 61-mal geschafft hat, wird sie es auch 62-mal schaffen. Ich werde mein Bestes geben, dass sie es sich vielleicht noch ein bisschen nach hinten raus verzögert."

Bad Kleinkirchheim ist das erste von drei Speed-Wochenenden im Jänner, es folgen noch Cortina d'Ampezzo und St. Moritz. Das bedeutet noch einige Möglichkeiten, die Qualifikation für die WM zu schaffen. Denn in beiden Speed-Disziplinen dürfen bisher nur Görgl und Fenninger als hundertprozentig fix angesehen werden.

Gerangel um zwei verbleibende Plätze

Cornelia Hütter hat jeweils einen fünften Platz zu Buche stehen und somit beste Aussichten, aber auch Nicole Schmidhofer, Mirjam Puchner, Nicole Hosp, Andrea Fischbacher, Stefanie Moser, Stephanie Venier, Regina Sterz und Tamara Tippler kämpfen noch mit.

"Natürlich ist es ein Ziel von mir, dass ich das Ticket für die Abfahrt vor der WM schon fix mache. Da muss ich Gas geben", sagte Hosp, die in der Abfahrt unter die Top-10 kommen will.

"Es ist brutal finster. Man sieht sehr wenig am Boden, nur Weiß und dazu ein paar blaue Striche. Man muss hier herunter eine gute Linie erwischen, aber es gibt mehrere Möglichkeiten und nicht nur eine Ideallinie. Es wird auch auf die Überwindung ankommen."

Bisher noch nicht in den Top-20 angeschrieben hat Sterz: "Wenn ich wie im Training fahre und das Gefühl wie im Training habe, dann ist da schon sehr viel möglich. Ich muss am Wochenende meine beste Leistung abrufen. Auf Risiko fahren und hoffen, dass es mir aufgeht." Natürlich würde sie gerne dazu beitragen, dass der Pröll-Rekord noch nicht geknackt wird. "Jeder gibt immer das Beste und schaut, dass man vorne mitfährt und gewinnt. Dafür trainieren wir das ganze Jahr."

Hütter mit Schwierigkeiten

Im Training nicht vorne mit dabei war Hütter. "Leichter wird es nicht, es ist voll finster. Du siehst die Schläge nicht, nur Blau und Weiß, was dazwischen ist und daherkommt, siehst du nicht. Ich hoffe schon, dass ich im Rennen noch was draufpacken kann. Ich fahre Vollgas", versprach die Steirerin.

Von den drei Weltcup-Abfahrten in der laufenden Saison hat Vonn zwei gewonnen (Lake Louise, Val d'Isere), einmal lag Tina Maze (Lake Louise) voran. Die Slowenin will in Bad Kleinkirchheim ebenfalls mitmischen.

"Es ist unruhig, aber ich habe mich viel besser gefühlt als gestern. Und ich hoffe, dass ich es morgen noch besser mache", betonte Maze.

Auch die erkältete Vonn war am Freitag im Training als Dritte vorne mit dabei. Genaugenommen wäre sie sogar Erste geworden, denn die vor ihr platzierten Daniela Merighetti (ITA) und Viktoria Rebensburg (GER) wären wegen Torfehlers disqualifiziert worden. Und Görgl wäre demnach hinter Maze als Dritte auf dem Podest gelandet.

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