Alter schützt vor Siegen nicht

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Görgl: "Es ist die Liebe zum Skisport"

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Mit einem Doppelsieg haben sich Österreichs Skidamen perfekt in die Weihnachtspause verabschiedet.

Die wird nicht allzu lange dauern, denn die am Semmering abgesagten Technikrennen vor dem Jahreswechsel finden nun am 28. und 29. Dezember im Tiroler Kühtai statt.

Mit dabei ist auch Elisabeth Görgl, die in Val d'Isere bewies, dass sie trotz ihrer bald 34 Jahre nach wie vor gut für Erfolge ist.

Neue älteste Weltcup-Siegerin

Mit dem Sieg im Super-G sowie Platz zwei in der Abfahrt hinter Lindsey Vonn machte die in Innsbruck lebende Speed-Doppelweltmeisterin von 2011 in Frankreich klar, wie sehr man mit ihr noch immer rechnen muss. Auch wenn Görgl zunächst selbst nicht ganz klar war, warum es etwa im Super-G so perfekt gelaufen war.

"Offenbar war es aber gut genug", sagte die Steirerin, nachdem sie durch ihren siebenten Weltcup-Triumph mit 33 Jahren und 304 Tagen Landsfrau Michaela Dorfmeister als bis dahin älteste Weltcupsiegerin der Alpingeschichte abgelöst hatte, lachend.

Woher sie auch in ihrer 15. vollen Weltcupsaison die Motivation für den Skirennsport nimmt, liegt für die Tochter der Olympia- und WM-Medaillengewinnerin Traudl Hecher auf der Hand. "Es ist die Liebe zum Skisport, die ich von klein auf habe. Es ist die Leidenschaft für den Beruf, die mich motiviert", sagte die Allrounderin, die auch abseits des Skirennsports mit beiden Beinen in einem ausgefüllten Leben steht.

"Natürlich habe ich auch Phasen, in denen ich nachdenke. Aber ich bin immer noch hungrig und weiß ganz innen drin, was mir das alles gibt. Deshalb mach ich das auch."

Maze braucht eine Pause

Dank des Görgl-Sieges gehen die ÖSV-Damen mit einer ansehnlichen Bilanz in die kurze Weihnachtspause. Sie haben trotz Vonn und Tina Maze dank Görgl, Nicole Hosp (Slalom Aspen), Eva-Maria Brem (RTL Aspen) und Anna Fenninger (RTL Sölden) vier der bisher elf Saisonrennen gewonnen und insgesamt zwölf Podestplätze geholt.

Allerdings hat Fenninger nach einem Saisondrittel bereits 249 Punkte Rückstand auf die wiedererstarkte Maze. Die slowenische Vielfahrerin gestand aber in Frankreich ein, etwas erschöpft zu sein. "Das Programm ist anstrengend, ich brauche jetzt echt eine Pause", sagte die 31-jährige Doppel-Olympiasiegerin von Sotschi 2014.

Ihre überlegene Führung im Gesamtweltcup macht Maze aber natürlich zufrieden. "Der Saisonstart war nicht so gut, danach lief es aber super. Ich bin gesund und kann attackieren", machte die Slowenin, die 2013 die Gesamtwertung mit Punkterekord für sich entschieden hatte, klar, dass sie erneut die große Kugel will.

Entspannte Feiertage

Eines hatten alle Skirennfahrerinnen nach dem Frankreich-Wochenende gemeinsam, nämlich den Wunsch nach ruhigen Weihnachten. "Am liebsten ruhig, entspannt und ohne Stress", brachte es etwa Görgl auf den Punkt. Auch Fenninger wird die Feiertage zu Hause bei der Familie verbringen.

Nach der Entscheidung, die Semmering-Rennen nicht ersatzlos ausfallen zu lassen, müssen die ÖSV-Damen aber ohnehin bald nach dem Fest wieder auf die Piste. "Ich freue mich auf das Christkind, aber es wird jetzt eh bald wieder zum Riesentorlauftraining gehen. Die Arbeit geht nicht aus", versicherte Görgl.

Fenninger bedauerte die Semmering-Absage aber ebenso wie Lokalmatadorin Kathrin Zettel. Fenninger wäre am Hausberg der Wiener Titelverteidigerin im Riesentorlauf gewesen. "Das ist eines meiner Lieblingsrennen, schade also", gestand die Salzburgerin. "Mich macht aber auch traurig, dass generell kein Schnee in Österreich liegt und wir so etwas erleben müssen. Das Wetter kann man aber eben nicht beeinflussen."

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