Schneemangel! FIS prüft Alternative für Val d'Isere

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Der anhaltende Schneemangel in Europa sorgt weiter für Probleme im Ski-Weltcup. Die FIS ist gezwungen, weitere Plan-Änderungen zu prüfen.

Eine der Möglichkeiten wäre eine Verlängerung der Nordamerika-Tour, fix ist aber noch nichts.

Meldungen von einer bereits beschlossenen Absage der am 10. und 11. Dezember geplanten Rennen für Damen und Herren in Frankreich wurden am Donnerstag als "verfrüht" und "spekulativ" bezeichnet.

Hujara dementiert Absage

Herren-Renndirektor Günter Hujara reagierte in Lake Louise sogar ein wenig verärgert auf Berichte einer fixen Absage in Val d'Isere.

"Ich habe in der Mannschaftsführersitzung sogar ausdrücklich verkündet, dass Val d'Isere noch nicht abgesagt ist. Natürlich ist die Schneelage nicht gut, aber bis zur Schneekontrolle warten wir ab", erklärte der Deutsche in Kanada.

Ersatz-Orte in den USA

Laut Hujara wären die US-Orte Beaver Creek und/oder Aspen erstes Backup.

Die Frankreich-Rennen (Herren: RTL, Slalom, Damen: Super-G, Superkombi) könnten dort angeblich vom 6. bis 9. Dezember, also mitten unter Woche über die Bühne gehen.

Bedingungen ausgezeichnet

Denn in den USA sind die Verhältnisse bekanntlich ausgezeichnet.

Aspen, wo dieses Wochenende RTL und Slalom der Damen stattfinden, ist so früh fertig gewesen wie nie. Und Beaver Creek, wo kommende Woche die Herren einen Dreierpack bestreiten, hätte erstmals seit langem auch schon eine Woche früher veranstalten können.

Bleibt nur noch die Frage der Finanzierbarkeit, damit hatten die US-Rennen zuletzt durchaus Probleme.

Skaardal sieht "50:50"-Chance

In Val d'Isere hatte man wegen der Schneeprobleme die Damenrennen bereits vor Tagen von der WM- auf die klassische OK-Piste am Ortseingang verlegt.

Damen-Rennchef Atle Skaardal sprach in Vail von einer "50:50-Situation". Die Schneekontrolle für die Damenrennen in Frankreich wurde bereits verschoben, um Zeit zu gewinnen.

Mandl äußert Bedenken

Auch ÖSV-Damenchef Herbert Mandl sprach in den USA von "Spekulation. "Die Situation ist sicherlich nicht so günstig, das stimmt. Die Chance ist aber noch da, dass genügend Schnee produziert wird."

Bezüglich Verlängerung in den USA müsste laut Mandl noch einiges abgeklärt werden. "Beide Rennen auf einer Piste halte ich für eher unrealistisch", so der Niederösterreicher.

Kombi-Spezialistinnen würden zudem dann fast zwei Wochen - untätig - in den USA bleiben müssen.

Val d'Isere kämpft

In Val d'Isere wird offenbar alles unternommen, um wenigstens nicht alle Rennen absagen zu müssen.

Die Prognosen sind freilich nicht allzu günstig, denn bereits ab kommenden Montag gibt es dort wieder Plusgrade, was die Schneekanonen wieder zum Schweigen bringen könnte.

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